BLKÖ:Schebeck, Franz (Schriftsteller)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Schebest, Agnese
Band: 29 (1875), ab Seite: 140. (Quelle)
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Noch ist bemerkenswerth ein zweiter Franz Schebeck (Šebek) (geb. zu Neubidschow am 23. Juli 1831), Sohn ganz armer Eltern, der durch die Hilfe eines seinen Eltern befreundeten Pfarrers, Namens Method Faster, in die Lage kam, das Gymnasium in Königgrätz zu besuchen, dessen Unterstützung er aber schon im zweiten Jahre verlor. Er mußte sich nun selbst forthelfen und wendete sich nach beendeten Studien dem Lehrfache zu, wurde Supplent an den Gymnasien zu Gitschin und Königgrätz und im Jahre 1859 wirklicher Professor am Gymnasium zu Pisek. Schon als Student beschäftigte sich S. mit literarischen Arbeiten, und zwar veröffentlichte er zunächst in den čechischen Unterhaltungsblättern „Lumír“, dann in der „Lada“ und im „Otavan“ Uebersetzungen aus dem Französischen und Englischen. Aus dem Französischen übertrug er einige Dramen; aus dem Russischen des Gribojedow berühmtes, die russischen Zustände schonungslos geißelndes Lustspiel: „Wehe dem Gescheidten“. Selbstständig erschienen von ihm das Werk: „Česká fraseologie“, d. i. Böhmische Phraseologie, 5 Hefte (1. Heft: Pisek 1864, Vetterl, die folgenden: Prag, Řivnač, 12°.), und Uebersetzungen aus dem Englischen und Schwedischen, u. z.: „Daniel Hjort. Truchlohra v 5 jednáních“, d. i. Daniel Hjort. Trauerspiel in 5 Acten (Pisek 1869), aus dem Schwedischen des Jos. Jul. Werksell; – „Andulka Rosova“, d. i. Anna Rose (Prag 1865, Stybl, 8°.), aus dem Englischen des Fräuleins G. Kennedy. In neuerer Zeit erschienen seine Arbeiten im „Goldenen Buche für Böhmens Mädchen“ (Zlate knize divek českých), und in Handschrift besitzt er eine čechische Uebersetzung des Homer in gebundener Rede. [Slovník naučný. Redakt. Dr. Frant. Lad. Rieger, d. i. Conversations-Lexikon. Redigirt von Dr. Franz Lad. Rieger (Prag 1859, Kober, Lex. 8°.) Bd. IX, S. 28, Nr. 2.]