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BLKÖ:Schmidt, Franz Michael

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 30 (1875), ab Seite: 240. (Quelle)
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32. Schmidt, Franz Michael (Maler, aus Grafenwerth nächst Krems in Oesterreich u. d. Enns gebürtig, lebte im 18. Jahrhunderte). Er ist ein Bruder des unter dem Namen „Kremser-Schmidt“ bekannten Malers und Radirers Martin Johann Schmidt [s. d. S. 291, Nr. 87]. Franz Michael war seines Zeichens ein Schuster und betrieb an die zwanzig Jahre die Schusterei, ehe er Maler wurde, als welcher er sich auf das Landschaftsfach verlegte. Nach Dlabacz erwarb er sich mit seiner Kunst vielen Ruhm. Er brachte auch einige Jahre in Prag zu und von seinen Arbeiten führt Dlabacz einen „Heiligen Michael“ an, der sich in der Karthäuserkirche nächst Brünn befindet. Andere Bilder seiner Hand kommen in Krems und Prag vor. Während Nagler ausdrücklich bemerkt, „daß dieser Franz Michael Schmidt mit dem Maler Johann Martin Schmidt [s. d. S. 275, Nr. 66) kaum eine Person sei“, ist Herausgeber dieses Lexikons, wenn gleich die Taufnamen leider dieser Annahme entgegenstehen, nur zu geneigt, die beiden Schustermaler Franz Michael und Johann Martin Schmidt für identisch zu halten.

(De Luca) Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien 1778, v. Trattnern, 8°.) I. Bds. 2. Stück, S. 347 u. f. [in der Lebensskizze des Malers Martin Johann werden von De Luca auf S. 348 die Arbeiten des Martin Johann (Kremser-) Schmidt als Arbeiten des Franz aufgezählt, was offenbar ein Irrthum ist]. – Dlabacz (Gottfried Joh.), Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815, Gottl. Haase, 4°.) Bd. III, Sp. 52 [bei Dlabacz und Nagler heißt der Geburtsort Franz Michael’s: Greffenstein, bei De Luca aber Graffenwerth].