BLKÖ:Schwarzenberg, Archive

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 33 (1877), ab Seite: 34. (Quelle)
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III. Fürst Schwarzenberg’sche Archive. Deren bestehen drei: zu Wien, zu Murau in Steiermark und zu Schwarzenberg in Franken, deren Erhaltungskosten sich auf jährlich 16.000 fl. erheben und deren Dienst neun Archivsbeamte besorgen. Die Ordnung in diesen Archiven, worauf die einzelnen Sproßen des Hauses immer sorgfältige Acht halten, ist eine so musterhaft giltige, daß anläßlich eines geschichtlich statistischen Berichtes, der von den Beamten gelegentlich der Wiener Weltausstellung 1873 zusammengestellt worden, dem gesammten fürstlichen Archivswesen die Verdienstmedaille zuerkannt wurde. Der Titel des obigen von den Beamten des fürstlich Schwarzenberg’schen Centralarchivs herausgegebenen Werkes ist: „Die Archive des fürstlichen Hauses Schwarzenberg ä. L. Beiträge zur Geschichte und Statistik derselben“ (1873). Als Ergänzung dieses für Geschichtsforscher – nicht blos über das Haus Schwarzenberg, sondern namentlich über Franken und die nachbarlichen bayerischen und württembergischen Gebiete – wichtigen Hilfsbuches, schließt sich daran ein längerer Artikel „Zur Geschichte des fürstlich Schwarzenberg’schen Archivs zu Schwarzenberg in Franken“ von A. Mörath, welcher in der Beilage Nr. 177 zur „Allgemeinen Zeitung“ am 26. Juni 1874 abgedruckt war, und das vorgenannte Werk durch einige neue Beiträge ergänzte. Noch sei bemerkt, daß der Fürst Joseph Johann Nepomuk († 1833) und der gegenwärtige Chef des Hauses Fürst Johann Adolph für die Ordnung der Archive in Böhmen die größten Opfer gebracht, welche annäherungsweise auf eine halbe Million Gulden veranschlagt werden können. Aber auch den Archiven in Murau, Wien und Schwarzenberg in Franken hat der Fürst seine Aufmerksamkeit zugewendet und eine allen Anforderungen entsprechende Anordnung der Archivalien aufgetragen.