BLKÖ:Seldern, Franz de Paula Freiherr

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 34 (1877), ab Seite: 45. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Seldern, Franz de Paula Freiherr|34|45|}}

8) Mit seinem Bruder Freihrn. Franz de Paula (geb. zu St. Pölten 21. November 1789, gest. zu Wien 4. Februar 1863), k. k. Kämmerer und Major in der Armee, vermält (seit 26. Februar 1836) mit Aloisia geb. Gaßner, erlosch die freiherrliche Linie der Seldern im Mannesstamme. Freiherr Franz de Paula erhielt in der Theresianischen Ritter-Akademie seine Ausbildung, trat dann, 20 Jahre alt, im Februar 1809 als Unterlieutenant in das Kaiser Franz-Chevauxlegers-Regiment Nr. 1, mit welchem er die Feldzüge 1809 und 1813 und die Schlachten bei Dresden und Leipzig mitgemacht. Am 3. October 1813 zeichnete er sich als Oberlieutenant bei dem durch eine Escadron ausgeführten Ueberfall von Dornburg in Sachsen aus, wäre aber bald, von feindlicher Uebermacht hart bedrängt, in Gefangenschaft gerathen, wenn ihm nicht der damalige Oberlieutenant Cornel Freiherr von Dankelmann rechtzeitig mit einer halben Escadron beigesprungen wäre. Noch machte er die Campagnen 1814 und 1815 in Frankreich mit. Als Rittmeister stand er in Neapel durch sechs Jahre in Besatzung. Auf einer Dienstreise im October 1833 erlitt er im Römischen durch den Achsenbruch seines Wagens einen so gefährlichen Bruch seines Oberschenkels, daß er im Jahre 1835 als Real-Invalide in den Pensionsstand treten mußte, bei welcher Gelegenheit ihm der Majors-Charakter ad honores verliehen wurde. Er starb, der letzte männliche Sproß der freiherrlichen Linie im Alter von 74 Jahren. [Oesterreichischer Militär-Kalender. Herausgegeben von Hirtenfeld (Wien kl. 8°.) XVI. Jahrg. (1865), S. 167]. –