BLKÖ:Slaski, Edmund

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 35 (1877), ab Seite: 130. (Quelle)
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Slaski, Edmund (Hauptmann in der polnischen Revolution 1863, geb. in Galizien im Jahre 1831, gest. zu Chwalowicze am 30. October 1863), S. war ursprünglich in die kaiserlich österreichische Armee getreten. In derselben rückte er zum Officier vor. Nach einigen Jahren trat er aus derselben, wendete [131] sich dem Lehrfache zu und erhielt eine Professur am Gymnasium zu Lemberg. Bald nachdem der polnische Aufstand 1861 in Congreßpolen ausgebrochen war, verließ S. seinen Posten am Lemberger Gymnasium und begab sich zunächst zur Abtheilung, welche Dyonis Czachowski, ein alter Soldat, der noch bei Ostrolenka gekämpft, anführte. In kurzer Zeit schwang er sich zum Anführer einer eigenen Abtheilung empor. Mit derselben verband er sich mit dem General Waligórski und einem Theile der von Gierzkowski befehligten Fußtruppen, und nun suchte diese etwa fünfthalbhundert Mann starke Abtheilung sich mit jener, welche Wierzbicki anführte, zu vereinigen. In der Ausführung der diese Vereinigung abzielenden Bewegungen stieß er auf den Feind und mußte das Gefecht bei Lączk, wo sich die Russen ihm in den Weg gestellt, am 22. September 1863 annehmen. Die Russen zählten 47 Rotten Fußvolk, 6 Geschütze und 200 Kosaken. Nach langem und verzweifelten Widerstande gegen die überlegenen Gegner und nachdem er große Verluste erlitten, wurde er selbst tödlich verwundet, kampfunfähig in das Spital nach Chwatowicz gebracht, wo er wenige Tage darnach seinen Wunden erlag.

Stupnicki (Hipol.), Imionopis poległych i straconych ofiar powstania roku 1863 i 1864, d. i. Namensliste der im Aufstande der Jahre 1868 und 1864 Gefallenen und Verlorenen (Lemberg 1865, 8°.) S. 76. – Bołesławita (B.), Pamiątka dla rodzin polskich. Krótkie wiadomości biograficzne o straconych na rusztowaniach etc. od roku 1861–1866, d. i. Denkbuch für polnische Familien. Kurze biographische Nachrichten über die bei Rüstungen u. s. w. in den Jahren 1861–1866 Gefallenen u. s. w. (Krakau 1868, 8°.) S. 252.
Porträt. Ordinärer aber ähnlicher Holzschnitt von W. T. in Stupnicki’s „Imionopis“.