BLKÖ:Stählin, Heinrich August

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Staehlin
Band: 37 (1878), ab Seite: 86. (Quelle)
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Ein Heinrich August Stählin (geb. zu Brünn 6. October 1812, gest. ebd. 10. April 1861) beendete die Vorbereitungsstudien am k. k. evangelischen Gymnasium zu Teschen und die theologischen an der k. k. protestantisch-theologischen Lehranstalt in Wien. Die philosophische Doctorwürde erlangte er an der Universität in Olmütz, die theologische an der preußischen Universität zu Königsberg. Dann wirkte er zehn Jahre als Geistlicher und Lehrer der Schule an der evangelischen Gemeinde in Brünn auf das verdienstlichste. Am 13. December 1845 ernannte ihn Seine Majestät der Kaiser nach abgelegter Concursprüfung zum Professor der Dogmatik und Symbolik an der k. k. protestantisch-theologischen Lehranstalt in Wien, welches Amt er Anfangs Februar 1846 antrat. Bald darauf wurde er als geistlicher Rath in das Consistorium A. C. berufen. In den Studienjahren 1852–1853 war er Decan, 1854–1855 Prodecan der Facultät. Mehrere seiner Predigten und Reden sind im Druck erschienen. Bei einem Besuche seiner Angehörigen im Frühling 1861 raffte den erst 49jährigen Priester der Tod dahin. [Taufrath (Michael), Kurze Nachrichten über die k. k. evangelisch-theologische Facultät in Wien (Wien 1871, Braumüller, 8°.), S. 14.