BLKÖ:Steininger, Franz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Steininger, Augustin
Band: 38 (1879), ab Seite: 101. (Quelle)
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2. Franz Steininger (geb. zu Linz 1. August 1739, Todesjahr unbekannt). In seiner Vaterstadt Linz beendete er die Humanitäts-, philosophischen und theologischen Studien. Nach Beendigung der letzteren wurde er zuletzt Lehrer der Hermeneutik, geistlichen Beredsamkeit und der Katechetik im Priesterhause zu Enns in Oberösterreich und Sonntagsprediger an der Pfarrkirche daselbst. In seinen Mußestunden beschäftigte er sich mit dem Studium der deutschen Literatur und der schönen Wissenschaften überhaupt, und versuchte sich sowohl in seinem Berufe als auf poetischem Gebiete als Schriftsteller. Außer mehreren in Joh. Christian Günther’s Geschmacke geschriebenen Oden und Gedichten, welche zerstreut gedruckt sind, gab er heraus: eine Uebersetzung von des Bischofs Bossuet „Histoire des variations des églises protestantes“ unter dem Titel: „Geschichte der Veränderungen der protestantischen Kirchen ...“ (Passau 1769, 8°.); – „Drey Gespräche zwischen einem Landpfarrer und einem Bauer“ (Steyer 1775, 8°.); das erste dieser Gespräche handelt von der Unfehlbarkeit der Kirche, das zweite von der Ohrenbeichte; das dritte vom Fegefeuer; – „Seraphische Andacht nach dem Sinne der seraph. Patres Franciscus und Bonaventura, d. i. Morgen-, Abend-, Meß- u. s. w. Gebete aus den Schriften der heiligen Männer“ (Bamberg 1778 [Frankfurt a. M., Weschei], 8°.); – „Antworte dem Thoren nach seiner Thorheit, d. i. gründliche Widerlegung des sogenannten katholischen Oesterreichers, der unlängst eine Schmähschrift wider Alois Merz herausgab“ (1782, 8°.), und „Friedenslieder“ (Wien 1779, 8°.). [Gödeke (Karl), Grundriß zur Geschichte der deutschen Dichtung. Aus den Quellen (Hannover 1859, L. Ehlermann, 8°.) Bd. II, S. 605, Nr. 272.] –