BLKÖ:Strauch, Gottfried Freiherr von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 39 (1879), ab Seite: 320. (Quelle)
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Noch sei hier des Feldzeugmeisters Gottfried Freiherrn von Strauch gedacht, der im April 1799 als Oberst und Commandant des 11. Infanterie-Regiments, damals Graf Wallis, mit einem Detachement desselben im Veltlin bei Besetzung der Pässe Aprica und Mortarolo von den Franzosen angegriffen, diese ungeachtet des tiefen Schnees [321] blos mit dem Bajonnet zurücktrieb und ihnen dabei große Verluste zufügte. Im Mai sperrte er mit seiner Truppe den Paß Splügen, operirte später im Walliser Land und besetzte im November den St. Gotthardsberg. Er wurde für dieses von ihm mit so viel Umsicht und glücklichem Erfolge ausgeführte Streifcorps-Commando wiederholt belobt und im folgenden Jahre zum General-Major befördert. 1808 fand seine Ernennung zum Feldmarschall-Lieutenant und zum Inhaber des Infanterie-Regimentes Nr. 24, vordem Fürst Karl Auersperg, statt, sowie seine Erhebung in den Freiherrenstand. Er trat mit Feldzeugmeisters-Charakter in den Ruhestand und starb, der erste und zugleich letzte Freiherr seines Namens, Mitte Jänner 1836 an einem Tage mit seiner Frau. Eine Militär-Stiftung von 500 fl., welche er gemacht und deren jährliche Interessen an zwei realinvalide Gemeine des Regiments Nr. 24, dessen Inhaber er durch 28 Jahre war, zu vertheilen sind, bewahrt seinen Namen der Erinnerung. [Hormayr’s) Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst (Wien, 4°.) 1816, Nr. 9 und 10: „Strauch’s Zug durch die Schweiz und ins Wallis 1799“. – Thürheim, Andreas Graf), Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte der k. k. österreichisch-ungarischen Armee (Teschen 1880, Prochaska, Lex.-8°.) S. 60 und 61, und S. 63 unter Jahr 1799.]