BLKÖ:Strixner, August

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 40 (1880), ab Seite: 48. (Quelle)
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Strixner, August (Lithograph, geb. zu Wien im Jahre 1820). Wir haben keine Kenntniß davon, ob er mit dem berühmten Münchener Lithographen Johann Nepomuk Strixner[WS 1] (geb. 1782, gest. ….) verwandt ist, welcher nach seiner Beschäftigung mit Zeichnungen für das Mannlich’sche Galeriewerk in München, 1820 einem Rufe der Brüder Boisserée nach Stuttgart folgte, wo er eine lithographische Anstalt lediglich zur Herausgabe der älteren deutschen Gemälde dieser eifrigen Sammler errichtete, und als König Ludwig von Bayern im Jahre 1827 die Boisserée’sche Sammlung käuflich an sich brachte, nach München zurückkehrte und das begonnene Werk daselbst fortsetzte. Im Jahre 1836 nun, als Johann Nepomuk mit diesen Lithographien den Höhepunkt seines Künstlerruhmes erreicht hatte, kam August Strixner nach München, um sich daselbst lithographischen Arbeiten zu widmen. Ob er vielleicht in der renommirten Anstalt seines Namensvetters Beschäftigung fand, davon ist uns nichts bekannt geworden. Wir wissen nur, daß er 1839 wieder nach Wien zurückkehrte, wo er sich gleichfalls mit lithographischen Arbeiten befaßte, von denen jedoch nur wenige in die Oeffentlichkeit drangen, so: ein Bildniß des Heldenmarschalls Radetzky nach W. Richter (Wien, Paterno); – ein Blatt nach einem Bilde von Treml: „Der Abschied des Recruten von seinen Angehörigen“ (Wien, Neumann, Qu.-Fol.); – auch lithographirte er für den Neumann’schen Verlag nach Zeichnungen von L’Allemand: „Staffagen aus dem ungarischen Feldzüge“ in Gemeinschaft mit Weixlgärtner zwölf Blätter in Quer-Folio. In der Ausstellung von Kunstwerken aus Anlaß der Eröffnung [49] der neuen k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien im Jahre 1877 befand sich von seiner Hand ein Aquarellbildniß, den Maler George Mayer [Höhe 21 Centim., Breite 17 Centim.] vorstellend; aber bereits in der Jahresausstellung 1848 der Akademie der bildenden Künste bei St, Anna war von seiner Hand ein Aquarellbildniß zu sehen. – Ein Bonaventura Strixner (geb. 1787, gest. in Wien 4. October 1830) lebte auch als Maler und Lithograph in Wien, jedoch ist über seine Arbeiten nichts Näheres bekannt.

Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1839, E. A. Fleischmann, 8°.) Bd. XVII, S. 489.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Johann Nepomuk Strixner (Wikipedia).