BLKÖ:Susan, Thaddäus

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Susan, J. A.
Band: 40 (1880), ab Seite: 347. (Quelle)
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Susan, Thaddäus (Componist, geb. zu Salzburg 9. Februar 1779, gest. zu Ried in Ober-Oesterreich um das Jahr 1840). Vielleicht ein Sohn des unten in den Quellen erwähnten J. A. Susan. Thaddäus, welcher früh großes Talent für Musik zeigte, wurde von dem Salzburger Hofpauker Schweizer in derselben unterwiesen. Jedoch mit dem praktischen Unterricht auf einem Instrumente nicht zufrieden, studirte er auch fleißig die Werke der besten Meister und versuchte sich dann selbst in der Composition. Nachdem er inzwischen seine Berufsstudien vollendet hatte, widmete er sich dem Staatsdienste, in welchem er 1811 die Stelle eines Criminaladjuncten, zuletzt die eines k. k. Pflegers zu Ried in Ober-Oesterreich bekleidete und als solcher auch starb. Von seinen Compositionen sind durch Aufführung oder durch den Stich bekannt: „Der Wanderer. Cantate mit ganzer Orchesterbegleitung“, 1811 zur Eröffnung des Salzburger Museums aufgeführt; – „Das Opfer der Berge, Cantate“, gleichfalls 1811 aufgeführt; – „Das Wiedersehen, Cantate“, 1815 aufgeführt; – „Ein- und mehrstimmige Gesänge mit und ohne Clavierbegleitung“ (München bei Falter); – „Zwölf Gesänge mit Clavierbegleitung zu den Rhapsodien aus den norischen Alpen“ (München, lithogr.); – „Kaiser Franzens Bild“, und „Das Marienblümchen“, zwei vaterländische Gesänge (Salzburg 1816); ferner sind in der bei Benedict Hacker in Salzburg erschienenen „Sammlung deutscher Kirchengesänge“ die Lieder unter Nr. 7, 8, 14, 20, 21, 24 von ihm componirt, ebenso ist in den von Jacob Gieb in München verlegten „Melodien zum katholischen Gesangbuche“ im sechsten Hefte Nr. 45 Susan’s Werk. Viele ein- und mehrstimmige Gesänge mit Clavierbegleitung und Chören ohne Begleitung blieben ungedruckt und müssen in seinem Nachlasse sich befinden. Susan [348] war kein großer Componist, aber seine Arbeiten erheben sich über gewöhnlichen Dilettantismus, wie wir denn auch seine Werthschätzung als Componist von Seite eines großen deutschen Musikers aus Briefen erfahren, welche die Witthauer’sche „Wiener Zeitschrift“ im Jahre 1843 veröffentlichte und deren Verfasser kein Geringerer ist, als der Compositeur des „Freischütz“, Carl Maria von Weber, an den unseren Susan freundschaftliche Bande knüpften. Letzterer war seit 1812 mit der Dichterin Friederike geborenen Salzer vermält, deren Biographie diesem Artikel vorangeht.

Biographien Salzburgischer Tonkünstler (Salzburg 1845, Oberer, 8°.) S. 49. – Pillwein (Benedict), Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer theils verstorbener, theils lebender Künstler u. s. w. (Salzburg 1821, Mayr, kl. 8°.) S. 234.