BLKÖ:Suttner, Leonhard

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 41 (1880), ab Seite: 12. (Quelle)
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4. Leonhard S., ein Sohn Ferdinands, des eben genannten Stammvaters der Suttner, und der Erste, der sich im Erzherzogthume Niederösterreich bleibend niederließ. Als zu seiner Zeit die Einfälle der Türken ins Erzherzogthum stattfanden und die Tataren 1683 Wien auf das ernstlichste bedrohten, leistete er vielfach die ersprießlichsten Dienste. Nicht nur verließ er im Drange der Gefahr sein eigenes Heim, um bei der Vertheidigung des Schlosses Greiffenstein mitzuwirken, sondern er wurde auch sonst noch zu wichtigen Missionen, zur Einholung von Kundschaften u. dgl. m. in so erfolgreicher Weise verwendet, daß auf ihn die Wahl zu einer ebenso wichtigen als folgenreichen Sendung fiel. Als nämlich die polnischen Truppen unter König Sobieski zum Entsatze des schwer bedrängten Wien heranrückten, schickte ihn der Commandant der kaiserlichen Armee, Herzog von Lothringen, aus dem Schlosse Greiffenstein ab, damit er die polnischen Hilfstruppen durch die Wälder nach dem Kahlenberge zum Entsatze Wiens und zum Angriffe auf die bereits siegestrunkenen Türken führe. –