BLKÖ:Székely, Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 42 (1880), ab Seite: 19. (Quelle)
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Székely, Joseph (ungarischer Poet, geb. zu Debreczin am 1. März 1825). Nachdem er in seinem Geburtsorte die Schulen vollendet hatte, trat er zu Miskolcz in die Rechtspraxis ein, setzte dieselbe dann in Pesth fort und erhielt im Jahre 1847 das Advocatendiplom. Der Ausbruch der Bewegung von 1848 führte ihn unter die Reihen der Revolutionsarmee, nach deren Niederwerfung er wieder in die Hauptstadt zurückkehrte, wo er anfangs ein fleißiger Mitarbeiter der Journale „Pesti Hirlap“, d. i. Pesther Bote, und „Divatlap“, d. i. Modezeitung, wurde, später aber, als Franz Császár die Redaction des „Pesti Napló“ übernahm, für diese Zeitschrift und seit 1855 für das Blatt „Magyar Sajtó“, d. i. Ungarische Presse, schrieb. Unter seinen in den Journalen erschienenen Aufsätzen verdienen besonders jene über Shakespeare[WS 1] angeführt zu werden, welche auf Grund des Werkes von Gervinus über den unsterblichen Briten bearbeitet sind. Im Buchhandel kam von ihm heraus: „Liliputi Tobias“, d. i. Tobias Liliput von Liliputdorf (Pesth 1851, 8°.), ein satyrischer Roman, dann „Szeszélydalok“, d. i. Stimmen der Laune (Pesth 1853), und „Kalárisok“, d. i. Korallen (ebd. 1854), dieses und das vorige Dichtungen. Seine Absicht, jedes der 37 Dramen Shakespeare’s in einer Ballade dem ungarischen Volke vorzuführen; um dieses in gedrängter Form mit dem Inhalte derselben vertraut zu machen, gedieh nicht über das eine Drama „Imogen“ hinaus. Auch auf dramatischem Gebiete hat sich Székely versucht, er schrieb das Stück: „Kármán és Fanni“, d. i. Karman und Fanni, das aber, so viel uns bekannt, nicht zur Aufführung gelangte. In seinen Gedichten bekundet er große Originalität. Kertbeny schildert ihn (1854) als ein noch unklares, erschreckend formloses, doch bedeutendes Talent, ein Stück Grabbe.

Kertbeny (K. M.), Album hundert ungarischer Dichter in eigenen und fremden Uebersetzungen (Dresden u. Pesth 1854, R. Schäfer und Hermann Geibel, 12°.) S. 427, 443 und 519. – Ungarns Männer der Zeit. Biographien und Charakteristiken hervorragender Persönlichkeiten... Aus der Feder eines Unabhängigen (Prag 1862, A. G. Steinhauser, 12°.) S. 187 und 321. – Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Gyüjték Ferenczy Jakab és Danielik József, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Von Jacob Ferenczy und Joseph Danielik (Pesth 1856, Gustav Emich, 8°.) I. Theil, S. 542. – Magyarország és nagy világ, d. i. Das Ungarland und die große Welt (Pesther illustr. Blatt, Fol.) 4. Februar 1866, Nr. 5 „Székely Joseph“. Biogr. Skizze von Emerich Áldor. – Válkai (Imre), Magyar irók és művészek ismertetése, d. i. Ungarns Schriftsteller und Künstler (Wien 1858, Leop. Sommer, 8°.) S. 83.
[20] Porträte. 1) Trefflicher Holzschnitt nach einer Zeichnung von Jos. Marastoni im vorbenannten „Magyarorszag és nagy világ“. – 2) Unterschrift: Facsimile des Namenszuges „Székely Joseph“. Marastoni (lith.) 1855 (4°.).

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Sheakespeare.