BLKÖ:Theuerkauf, die Edlen von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Theurich, Joseph
Band: 44 (1882), ab Seite: 209. (Quelle)
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Theuerkauf, die Edlen von. Eine zur Zeit in drei Zweigen blühende Familie, in welcher der Chef eines jeden sich durch rühmliches Verhalten vor dem Feinde den Adel erkämpft hat. Es sind dies die Brüder Eduard und Anton und ein Rudolph Theuerkauf, der vielleicht. ein naher Verwandter, wenn nicht Bruder der zwei Vorgenannten ist. Eduard Ritter von (geb. 18. Mai 1820) stand im Jahre 1843 als Cadet im 12. Jäger-Bataillon und wurde Major im 65. Infanterie-Regimente Erzherzog Ludwig Victor, nachdem er zuvor in gleicher Eigenschaft im 9. Gendarmerie [210] Regimente für Siebenbürgen und Woiwodien gedient hatte. Als Oberst trat er aus dem Verbande der activen Armee und lebt derzeit in Gratz. Durch sein tapferes Verhalten vor dem Feinde erkämpfte er sich zuerst das Militär-Verdienstkreuz mit der Kriegsdecoration, später im italienischen Feldzuge 1866, als Major im 65. Infanterie-Regimente, den Orden der eisernen Krone dritter Classe gleichfalls mit der Kriegsdecoration, in Folge dessen er mit Diplom ddo. 27. April 1867 in den österreichischen Ritterstand erhoben wurde. Oberst Eduard Ritter von Theuerkauf ist seit 18. August 1853 mit Gabriele geborenen Tomassek von Stradowa (geb. 4. März 1835) vermält, aus welcher Ehe Eduard (geb. 21. Mai 1854) und Auguste (geb. 13. Juni 1859) am Leben sind. Drei Kinder starben in jungen Jahren. – Des Vorigen jüngerer Bruder, Anton Edler von Theuerkauf (geb. 1824), welcher im Jahre 1863 als Hauptmann im 72. Infanterie-Regimente, damals Baron Ramming, diente, lebt zur Zeit als k. k. Oberst außer Dienst zu Kronstadt in Siebenbürgen. Mit k. Diplom vom 31. Mai 1872 wurde er in den erbländischen Adelstand erhoben. Aus seiner 1854 mit Julie geborenen Trausch (geb. 10. December 1826) geschlossenen Ehe sind folgende Kinder am Leben: Julie (geb. 14. August 1856), seit 14. April 1877 mit dem Archivar der sächsischen Nation und der Stadt Hermannstadt Franz Joseph Zimmermann verheiratet, ferner Marie (geb. 3. Februar 1862), Rudolph (geb. 20. Februar 1864) und Josephine (geb. 12. Juli 1865). – Ein Rudolph Ritter von Theuerkauf (geb. 13. Februar 1834), wir können nicht sagen, ob ein Bruder oder nur Verwandter der Vorigen, diente im Jahre 1863 als Oberlieutenant im 27. Infanterie-Regimente Leopold König von Belgien, zugleich als Lehrer in der Wiener-Neustädter Militär-Akademie thätig. Am 1. Mai 1876 zum Major im Kaiser-Jäger-Regimente befördert, machte er in dieser Charge den bosnischen Occupationsfeldzug 1878 mit und wurde für sein ausgezeichnetes Verhalten in demselben als Commandant des 3. Bataillons mit dem Ritterkreuze des Leopoldordens decorirt. Seit 19. August 1869 mi Olga geborenen von Lehmann (geb. 22. Februar 1845) vermält, hat er aus dieser Ehe einen Sohn Otto (geb. 30. Juli 1871). Th

Thürheim (Andreas Graf). Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte der k. k. österreichischen Armee (Wien und Teschen 1880, Prochaska, Lex.-8°.) Bd. I, S. 440, Jahr 1806; S. 488, Jahr 1878.

Wappen der älteren Linie, deren Chef Eduard Ritter von Theuerkauf ist. Längs getheilter Schild. In der rechten von Blau und Gold sechsfach schräglinks gestreiften Schildeshälfte ein natürlicher Cypressenbaum auf einem aus dem Fußrande sich erhebenden Rasenhügel. In der linken von Silber und Roth sechsfach schrägrechts gestreiften Schildeshälfte ein natürlicher Storch, stehend auf einem vom Fußrande aufsteigenden Rasenhügel. Auf dem Schilde ruhen zwei Turnierhelme. Aus der Krone des rechten wächst ein rothbezungter goldener Löwe mit am goldenen Kreuzgriffe über sich geschwungenem Säbel einwärts gekehrt hervor; aus der Krone des linken Helmes wallen drei Straußfedern, eine rothe zwischen zwei silbernen empor. Die Helmdecken des rechtsseitigen Helms sind blau mit Gold, jene des linksseitigen roth mit Silber unterlegt. – Wappen der jüngeren Linie, deren Chef Anton Edler von Theuerkauf ist. In Roth ein goldener Löwe, in der rechten Vorderpranke einen Säbel am goldenen Kreuzgriffe über sich schwingend; in der linken Vorderpranke eine mit Edelsteinen besetzte goldene Blätterkrone haltend; darüber im blauen Schildeshaupte drei nebeneinander gestellte goldene Sterne. Auf dem Schilde ruht ein Turnierhelm, aus dessen Krone der [211] oben beschriebene Löwe hervorwächst. Die Helmdecken sind rechts roth, links blau beiderseits mit Gold unterlegt. – Das Wappen der von Rudolph Ritter von Theuerkauf gestifteten Linie ist mir nicht bekannt.