BLKÖ:Thomas, Spalatinus

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Thomas, Illyricus
Band: 44 (1882), ab Seite: 255. (Quelle)
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12. Thomas Spalatinus (geb. zu Spalato in Dalmatien im Jahre 1200). Nachdem er seine Studien an der zu jener Zeit weltberühmten Universität Bologna gemacht hatte, kehrte er in seine Heimat zurück, wo er Priester, Notar, Canonicus und 1230 Erzdiakon wurde. Durch energische Vertheidigung der Rechte und Interessen seines Capitels erwuchs ihm vieles Ungemach, und sein Hauptgegner war Erzbischof Guncello von Spalato, der an dem sittenstrengen und jeder Ungerechtigkeit sich entschieden widersetzenden Canonicus wenig Freude hatte. Thomas, welcher als der einzige Geschichtsschreiber seines Vaterlandes bezeichnet wird, starb im Jahre 1268 zu Spalato. Er schrieb eine „Historia Salonitanorum pontificum atque Spalatensium“, welche Joannes Lucius in seinem Werke: „De Regno Dalmatiae et Croatiae libri VI“ (Amstelodami 1666, Fol.) p. 310–370 aufnahm und Schwandtner im dritten Bande seiner „Scriptores rerum hungaricarum veteres“ (Vindobona 1746, Fol.) wieder abdruckte. Dr. Franz Racki bringt in seinem zu Agram 1864 herausgegebenen „Književnik“, S. 358–388, eine eingehende Darstellung des in Rede stehenden Geschichtswerkes, über welches auch 'Giuseppe Valentinelli in seiner „Biografia della Dalmazia e del Montenegro“ (Zagabria 1855, 8°.) ausführliche bibliographische Aufschlüsse gibt. [Horányi (Alexius), Memoria Hungarorum et Provincialium scriptis editis notorum (Viennae 1776, A. Loewe, 8°.) Tom. III, p. 401. – Valentinelli, loco citato p. 5 und 6, Nr. 22/a, 22/b, 22/c und 22/d; S. 135, Nr. 845; S. 137, Nr. 859. – La Favilla (Zeitschrift, Triest) Anno IX, Nr. VIII, p. 115–119: „Biografia di Tommaso arcidiacono di Spalato scrittore del Secolo XIII“, dall’Abbate Francesco Carrara.] –