BLKÖ:Thurn-Valsassina, Judas Thaddäus

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 45 (1882), ab Seite: 111. (Quelle)
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34. Judas Thaddäus (geb. in Tirol 7. Februar 1746, gest. 1800), ein Sohn des Grafen Leopold Franz von der tirolischen Linie aus dessen Ehe mit Marie Antonie Bernardine geborenen Gräfin zu Sprinzenstein, diente in der k. k. Armee, welche er als Hauptmann verließ. Er war ein großer Freund der Künste und Wissenschaften, ein Schätzer der Künstler und Gelehrten. Selbst gewandt mit dem Pinsel umgehend, hat er viele Ansichten und Landschaftsbilder nach der Natur gezeichnet und theils mit Wasserfarben, theils in Pastell ausgeführt. Als am 25. Jänner 1777 sich in Innsbruck die St. Johannisloge zu den drei Bergen constituirte, trat er sofort als Mitglied bei und fungirte unter den wirklichen Dignitären als erster Aufseher, während sein älterer Bruder Joseph erster Ceremonienmeister war. Diese Loge, eine Filiale der Großloge von Berlin, schloß sich, als sich in Wien 1784 die große Landesloge von Oesterreich bildete, der letzteren an, indem sie unter dem 27. März d. J. ihren Absagebrief an die erstere richtete. Ihrem sechsten Constitutionsfeste am 23. Jänner 1783 wohnte der Graf als erster Aufseher noch bei; in einem am 14. Februar 1786 aufgenommenen Protokoll der durch die Vereinigung der beiden Innsbrucker Logen: zu den drei Bergen und zum symbolischen Cylinder entstandenen neuen Loge, die sich zu den symbolischen Bergen nannte, findet sich der Graf wie auch sein Bruder nicht mehr unter den Dignitären. Uebrigens hörten im Jahre 1794 ohnehin alle Logen in Oesterreich auf. –