BLKÖ:Thurnher, Johannes

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 45 (1882), ab Seite: 125. (Quelle)
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Thurnher, Johannes (Mitglied des Abgeordnetenhauses im österreichischen Reichsrathe, geb. in Vorarlberg, Geburtsjahr unbekannt), Zeitgenoß. Der in Rede Stehende, welcher als Weinhändler zu Dornbirn in Vorarlberg lebt, wurde 1873 in den Landtag dieses Krongebietes von dem Wahlbezirke Feldkirch entsendet, den er seit demselben Jahre auch im Abgeordnetenhause des Reichsrathes vertritt. Vom Landesausschusse 1875 als Mitglied in den Landesschulrath delegirt, erließ er als solches in Gemeinschaft mit von Gilm und Caspar Ignaz Hammerer aus Bregenz am 20. September jenes Jahres einen Protest des Inhaltes: „daß er und seine Genossen nicht in der Lage seien, an den Verhandlungen des k. k. Landesschulrathes in solchem Umfange, wie ihn das Gesetz vom 3. Februar 1869 normire, theilnehmen zu können; daß er daher mit beiden Genannten an den Beschlüssen dieser Behörde nur in jenen Fällen, die unzweifelhaft entweder an und für sich [126] oder im Wege des Vertrages in das Rechtsgebiet des Staates gehören, sich betheiligen werde, und nur insoweit dies der Fall sei, und insoweit solche Beschlüsse nicht die unveräußerlichen Rechte der Kirche oder der Familie irgendwie beeinträchtigen... Thurnher, welcher zur Rechtspartei gehört, ist vom Landtage auch in die Tirol-Vorarlberger Landesvertheidigungs-Oberbehörde delegirt.

Neue Freie Presse, 29. September 1875, Nr. 3986: „Ein klerikaler Protest“ [mit vollständigem Abdrucke des oben in der Lebensskizze erwähnten von Thurnher und Genossen veröffentlichten Protestes].
Porträt. Holzschnitt im IX. Jahrg. (1881), Nr. 16 der „Neuen illustrirten Zeitung“ (Wien, Zamarski) in einem der Gruppenbilder mit den Bildnissen der Abgeordneten des österreichischen Reichsrathes.