BLKÖ:Tschermak, Gustav

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Tschego, N.
Nächster>>>
Tschermak
Band: 48 (1883), ab Seite: 36. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Gustav Tschermak in der Wikipedia
GND-Eintrag: 117431613, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Tschermak, Gustav|48|36|}}

Tschermak, Gustav (Naturforscher [Petrograph], geb. im Städtchen Littau bei Olmütz in Mähren am 19. April 1836). Sein Vater Ignaz Czermak, der in jungen Jahren die Feldzüge im Befreiungskriege als Rechnungsführer mitmachte, lebte in der Folge zu Littau als Gemeindebeamter, mit der Verwaltung der Communal- und Kirchencasse betraut. In der Volksschule daselbst genoß Gustav den ersten Unterricht, hierauf bei dem nachmaligen Dechanten Florian Miller Privatunterricht in den Gymnasialfächern. 1850 kam er an das Gymnasium in Olmütz, wo seine Neigung für Naturwissenschaften sich entwickelte, welche ihn zu häufigen Ausflügen in der Heimatprovinz, zu mannigfachen Studien an der von der aufgelassenen Olmützer Universität erhalten gebliebenen Bibliothek und endlich auch zur Gründung eines naturwissenschaftlichen Studentenvereines trieb. In den letzten Jahren seines Aufenthaltes in der Hauptstadt Mährens lernte er den Astronomen Johann Friedrich Julius Schmidt [Bd. XXX, S. 274, Nr. 63], späteren Director der Athener Sternwarte, kennen, welcher durch seine Begeisterung für wahre Wissenschaft auf ihn einen nachhaltigen Einfluß übte. Die slavische Agitation, welche sich zu jener Zeit bemerkbar machte, war die Ursache, daß Tschermak, der durch mehrere Jahre auch als Obmann an der Spitze eines die deutsche Sprache pflegenden Studentenvereines stand, schon auf dem Gymnasium die slavische Schreibweise seines Familiennamens Czermak verdeutschte, was ihm später noch manchen Verdruß bereitete. Auf der Wiener Universität, an die er 1856 ging, war es namentlich das Studium der mathematischen und experimentellen Wissenschaften, in welchem er die Grundlage für seine Gelehrtenlaufbahn erblickte. Hier zog ihn vor Allen Joseph Redtenbacher [Bd. XXV, S. 116] an, der durch seinen gewinnenden Vortrag und sein experimentelles Genie mächtig auf ihn [37] einwirkte, und mit dem er auch später in regem Verkehr blieb. Fenzl [Bd. IV, S. 179], Zippe, Grailich [Bd. V, S. 304] nahmen ebenfalls Einfluß auf seine wissenschaftliche Ausbildung. Auf F. v. Hauer’s [Bd. VIII, S. 59] Anregung verlegte er seine Thätigkeit für einige Zeit an die geologische Reichsanstalt, wo er seine erste Arbeit: „Ueber das Trachytgebirge bei Banow in Mähren“ vollendete, zu welcher eine mit Julius Schmidt unternommene Excursion die Veranlassung gab. Hierauf beschäftigten ihn längere Zeit physikalisch-chemische Fragen, namentlich jene bezüglich der Volumverhältnisse chemischer Verbindungen, und ihre Bearbeitung führte ihn zu näherer Bekanntschaft mit Schrötter in Wien [Band XXXII, S. 1] und mit Kopp in Heidelberg. Der Verkehr mit Zippe entschied zuletzt für die mineralogische Richtung, obwohl seine Habilitation (1860) und seine ersten Vorlesungen sich gleichzeitig auf Mineralogie und physikalische Chemie bezogen. Seit 1861 verheiratet, mußte er daran denken, sich in materieller Beziehung zu sichern, daher er im folgenden Jahre die Stellung eines Adjuncten am k. k. Hofmineraliencabinet annahm, welcher Posten aber ihm ursprünglich nicht zugedacht war. Eine auf Zippe’s Anregung durch das Unterrichtsministerium veranlaßte Reise durch Frankreich, England und Deutschland brachte ihn mit allen bedeutenden Mineralogen und Chemikern jener Zeit in Berührung. Der Verkehr mit Bunsen und mit Blum in Heidelberg, mit G. Rose in Berlin, gab ihm die Veranlassung, über die chemische Veränderung der Minerale Untersuchungen anzustellen, deren Ergebnisse er in einer Reihe von Abhandlungen niederlegte, welche in den nächsten Jahren als Studien über Pseudomorphosen in den Schriften der Wiener Akademie erschienen. In diese Zeit fällt auch die Herausgabe des „Grundrisses der Mineralogie“, worin er den Versuch machte, die Resultate der neueren Mineralogie den Mittelschulen näher zu bringen. Der innerhalb eines Jahres (1863–1864) erfolgte Tod seiner Frau, seines Vaters und Zippe’s brachte in seinem erschütterten Gemüthe große Veränderungen hervor. Während er die Resignation gegenüber äußeren Ereignissen gewann, vergrößerte sich auch seine Neigung zur Zurückgezogenheit und seine Empfindlichkeit im persönlichen Verkehre. Wieder zur Arbeit zurückgekehrt, vollendete er die „Studien über die Feldspathgruppe“, die 1865 erschienen und seinen Ruf begründeten. Die darin enthaltene neue Lehre von der Mischung der Feldspathe aus drei Substanzen wurde indeß erst nach einem Decennium Gemeingut des wissenschaftlichen Publicums, nachdem eine lebhafte Discussion mit Gerhard von Rath in Bonn und die offene Anerkennung der Theorie von Seite des letzteren Forschers die Aufmerksamkeit der Mineralogen auf dieses Gebiet gelenkt hatten. Mehrere Reisen in verschiedene Theile der Monarchie lieferten Tschermak das Material für eine größere petrographische Arbeit über die „Porphyrgesteine Oesterreichs“, welche 1867 von der kaiserlichen Akademie mit dem Preise gekrönt wurde. In derselben schilderte er die wichtigsten Felsarten jener Gruppe, sowie deren Veränderungen, und entwickelte die Theorie von der ursprünglichen Gleichheit der älteren und neueren Eruptivgesteine. Die Entdeckung eines wichtigen neuen Gesteines, des Pikrit und die Verfolgung des Olivin bis in die ältesten Gesteine, in welchen dieses merkwürdige Mineral meist verschwunden [38] und in Serpentin verwandelt ist, hängen mit jener Arbeit zusammen. Das Jahr 1868 brachte Tschermak die Ernennung zum außerordentlichen Professor an der Wiener Hochschule und zum Director des Hofmineraliencabinets. Das Streben unseres Gelehrten ging nun dahin, dieses Museum zu einer Stätte mineralogischer Forschung zu machen und eine Schule zu begründen, welche junge Talente für diese Wissenschaft heranbilden sollte. 1871 begann er die Herausgabe der „Mineralogischen Mittheilungen“, von welchen sieben Jahrgänge in Verbindung mit dem „Jahrbuch der geologischen Reichsanstalt“ erschienen, und welche viele Arbeiten des Herausgebers und seiner Schüler enthalten. Der Verkehr mit Wilhelm Haidinger [Bd. VII, S. 208] und die Verwaltung der reichen Meteoritensammlung des Museums führte ihn zur Bearbeitung mehrerer meteorischer Stein- und Eisenmassen, welche nicht nur neue Bestandtheile dieser Himmelsboten kennen lehrte, sondern auch deren feinere Textur ergründete und allgemeinere Forschungen über die Entstehung dieser geheimnißvollen Körper veranlaßte. Wiederholte Reisen in Italien, die er in den folgenden Jahren unternahm, näherten ihn dem Gebiete der Kunst, in deren Genuß er die größte Erquickung und die Versöhnung jener Gegensätze fand, denen der Verstand auf der Bahn strenger Forschung begegnet. Die vulcanischen Erscheinungen jenes Landes lenkten seine Studien auf den Vulcanismus, wodurch die Schrift „Ueber den Vulcanismus als kosmische Erscheinung“ hervorgerufen wurde. Mittlerweile erschienen Arbeiten in methodischer Richtung, unter welchen jene über die Anwendung des Dichroismus zur Unterscheidung der Minerale den größten Erfolg hatte; ferner fortgesetzte Studien über größere Mineralgruppen, wie jene über Augit und Hornblende, sowie Untersuchungen einzelner Gattungen, von denen er ein merkwürdiges borsäurehaltiges Mineral seinem Freunde, dem Chemiker E. Ludwig, widmete, mit dem er seit vielen Jahren durch eifrige Arbeit verbunden war. Im Jahre 1873 wurde Tschermak trotz heftiger Opposition seitens eines einflußreichen Collegen zum ordentlichen Professor ernannt und zwei Jahre später zum wirklichen Mitgliede der Akademie gewählt. Der Vortrag, welchen er als neuernannter Akademiker zu halten hatte, war der Idee eines allgemeinen Principes der Entwickelung in der Natur gewidmet. Die Continuität seiner Wirksamkeit erlitt eine Unterbrechung, als im folgenden Jahre eine Intendantur der Hofmuseen gegründet wurde und das Hofmineraliencabinet seine bisherige Selbständigkeit verlor. Er dachte nun daran, sich von der Hofstelle zurückzuziehen, eventuell Wien zu verlassen. Ein Ruf, welcher von der Universität Göttingen an ihn erging, bestärkte ihn wohl in seiner Absicht, aber die Regierung bewog den beliebten Lehrer zum Bleiben, indem sie ihm eine bevorzugte Stellung an der Universität einräumte, ferner durch die Errichtung eines mineralogischen Institutes ihm die Möglichkeit einer unabhängigen Thätigkeit bot und überdies ihn durch Verleihung des Hofrathstitels auszeichnete. Seither hat Tschermak eine neue Serie seiner Zeitschrift als „Mineralogische und petrographische Mittheilungen“ eröffnet und im Kreise seiner Schüler an dem neuen Laboratorium die Arbeit fortgesetzt, deren letztes Ergebniß eine umfangreichere Untersuchung der früher nur unvollkommen bekannten Minerale der Glimmergruppe [39] bildet. Im Jahre 1867 verheiratete sich Tschermak zum zweiten Male: mit einer Tochter des Botanikers Fenzl. In gelehrten Kreisen wurde sein wissenschaftliches Wirken durch Wahl zum Mitgliede verschiedener gelehrter Vereine gewürdigt; auch besitzt er seit 1873 das Officierskreuz des brasilianischen Rosenordens und seit 1875 das Ritterkreuz des italienischen St. Mauritius- und Lazarusordens.

Uebersicht der von Gustav Tschermak im Druck erschienenen Arbeiten in chronologischer Folge. I. Selbständige. „Grundriß der Mineralogie für Schulen“ (Wien 1863, Braumüller, Lex.-8°., VI und 218 S., mit Holzschnitten). – „Die Porphyrgesteine Oesterreichs aus der mittleren geologischen Epoche“ [gekrönte Preisschrift] (Wien 1869, gr. 8°., VI und 281 S. mit eingedruckten Holzschnitten und drei Steintafeln in Qu.-4°. und Qu.-Fol.). – „Die Einheit der Entwickelung in der Natur. Vortrag, gehalten in der feierlichen Sitzung der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften am 30. Mai 1876“ (Wien 1876, gr. 8°.). – II. In gelehrten Sammelwerken. In den „Sitzungsberichten der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der (Wiener) kaiserlichen Akademie der Wissenschaften“: „Chemische qualitative und quantitative Bestimmung des Römerits, eines neuen Materials aus dem Rammelsberge“ [Band XXVIII, S. 277]; – „Ueber den Zusammenhang zwischen der chemischen Constitution und dem relativen Volumen bei flüssigen Verbindungen“ [Bd. XXXIV, S. 4; Bd. XXXV, S. 18]; – „Untersuchungen über das Volumsgesetz flüssiger chemischer Verbindungen. Mit einer Tafel“ [Bd. XXXVI, S. 119; Bd. XXXVII, S. 525; Bd. XXXVIII, S. 229 und 873]; – „Ueber Calcitkrystalle mit Kernen. Mit einer Tafel“ [Bd. XL, S. 4 und 109]; – „Ueber secundäre Mineralbildungen in dem Grünsteingebirge bei Neutitschein. Mit zwei Tafeln“ [Bd. XL, S. 4 und 113]; – „Analyse des Datolithes von Toggiana“ [Bd. XLI, S. 60]; – „Einige Sätze der theoretischen Chemie“ [Bd. XLI, S. 63, 67 u. f.] (Inhalt: „Relative Massen der Molecule“ – „Chemisches Atom“ – „Relative Massen der chemischen Atome“ – „Wahl der Einheit für das Molecular- und Atomgewicht“ – „Die bisher bekannten relativen Massen der chemischen Atome“ – „Verschiedenheit der chemischen Atome“ – „Natürliche Reihen der Atome“ – „Die einfachsten Atomsysteme“ – „Fernere Constanten“ – „Chemische Reaction“ – „Die doppelte Zersetzung“ – „Basicitätsmaxima der einfachsten Verbindungen“ – „Der Begriff des Radicales“; – „Analyse des Granates von Dobschan“ [Bd. XLII, S. 504 und 582]; – „Ueber die Beziehungen zwischen der Verbrennungswärme und dem relativen Volumen chemischer Verbindungen“ [Bd. XLIII, 1. Abtheilung, S. 213; 2. Abthlg., S. 367]; – „Analyse eines dem Hydrophan ähnlichen Minerals von Theben“ [Bd. XLIII, 2. Abthlg., S. 367 und 381]; – „Die Krystallformen des schwefelsauren Hydrokali. K H.S O4. Mit einer Tafel“ [Bd. XLIII, 2. Abthlg., S. 367 und 382]; – „Die specifische Wärme bei constantem Volumen“ [Bd. XLIII, 2. Abthlg., S. 545 und 594]; – „Untersuchung des Cancrinit von Ditro in Siebenbürgen“ [Bd. XLIV, 2. Abthlg., S. 115 und 134]; – „Die Wärmeentwicklung durch Compression“ [Bd. XLIV, 2. Abthlg., S. 137 und 141]. – „Analyse des rhombischen Vanadinits von Kappel in Kärnthen“ [Bd. XLIV, 2. Abthlg., S. 151 und 157]; – „Ueber einige Zinnverbindungen“ [Bd. XLIV, 2. Abtheilung, S. 719 und 733]; – „Die Dichte im Verhältniß zur Form und chemischen Beschaffenheit der Krystalle“ [Bd. XLV, 2. Abthlg., S. 447 und 603]; – „Einige Pseudomorphosen. Mit zwei Tafeln“ [Bd. XLVI, 2. Abthlg., S. 363, 483 u. f.]: „Opal nach Nephelin“ [S. 483] – „Opal nach Augit“ [S. 484] – Magnetit nach Augit“ [S. 485] – „Calcit nach Augit“ [S. 485] – „Calcit nach Feldspath“ [S. 486] – „Saussurit nach Feldspath“ [S. 486] – „Quarz nach Fasergyps und zugleich dieser nach Gypskrystallen“ [S. 488] – „Glanzeisenerz nach Olivin“ [S. 490] – „Glimmer nach Hornblende“ [S. 490] – „Chlorit nach Glimmer“ [S. 492] – „Serpentin in Feldspathkrystallen“ [S. 493] – „Eisenkies im Augit“ [S. 493] – „Kalkspath in Delessitkugeln [S. 493]; – „Fortsetzung II. Mit einer Tafel“ [Bd. XLVII, 2. Abthlg., S. 429, 443 u. f.]: „Grüneisenerz nach Triphylin“ [S. 443] – „Stilpnosiderit nach Glimmer“ [S. 446] – „Albit und Epidot nach Wernerit“ [S. 448] – „Helminth nach Quarz“ [S. 449] – „Disthen nach Andalusit“ [S. 451] – „Quarz nach Orthoklas“ [40] [S. 451] – „Calcit nach Analcim“ [S. 453]– „Quarz nach Apophyllit“ [S. 455]; – „Fortsetzung. III. Mit einer Tafel“ [Bd. XLIX, 1. Abthlg., S. 327, 330 u. f ]: „Zinnerz nach Quarz“ [S. 330] – „Faseriger Eisenocher nach braunem Glaskopf, nach Goethit“ [S. 334] – „Eisenkies nach Eisenglanz, nach Kalkspath“ [S. 339] – „Eine Umwandlungsphase des Vivianites“ [S. 340] – „Die Pseudomorphosen im antiken grünen Porphyr“ [S. 344] – „Calcit nach Feldspath (Labradorit)“ [S. 346] – „Biotit nach Hornblende“ [S. 346] – „Voigtit nach Biotit“ [S. 347] – „Klinochlor, Diopsid und Granat nach Vesuvian“ [S. 348]; – „Ein Beitrag zur Bildungsgeschichte der Mandelsteine. Mit zwei Tafeln“ [Bd. XLVII, 1. Abthlg., S. 99 und 102]; – „Entstehungsfolge der Mineralien in einigen Graniten“ [Bd. XLVII, 1. Abtheilung, S. 205, 207 u. f.]: „Der Granit von San Domingo in der Provinz Rio de Janeiro“ [S. 208] – „Der Granit von Campo Sta. Anna in derselben Provinz“ [S. 219] – „Der Granit aus den Mourne mountains in der Grafschaft Down in Irland“ [S. 220] – „Granit aus dem Departement de l’Herault“ [S. 223]; – „Ueber die Krystallformen des Triphylins. Mit einer Tafel“ [Bd. XLVII, 1. Abthlg., S. 271 und 282]; – „Eine Neubildung im Basaltschutte bei Auerbach in der Bergstraße“ [Bd. XLVII, 1. Abthlg., S. 271 und 288]; – „Ein einfaches Instrument zur Bestimmung der Dichte der Mineralien, zugleich für annähernde Quantitätsbestimmung bei chemischen Versuchen brauchbar“ [Band XLVII, 1. Abthlg., S. 291 und 294]; – „Die Krystallformen des Cocaïn“ [Bd. XLVII, 1. Abthlg., S. 337; Bd. XLVIII, 1. Abthlg., S. 34]; – „Chemisch-mineralogische Studien. I. Die Feldspathgruppe. Mit zwei Tafeln“ [Bd. L, 1. Abthlg., S. 564, 566 u. f.]. – „Die Form“ [S. 568] – „Die Substanz und das Eigengewicht“ [S. 576] – „Bildung und Umwandlung der Feldspathe“ [S. 597] – „Zusammenhang der chemischen und physikalischen Eigenschaften“ [S. 602] – „Die verwandten Mineralien“ [S. 604] – „Systematik“ [S. 606]; – „Chemisch-mineralogische Studien. II. Kupfersalze“ [Bd. LI, 1. Abthlg., S. 123, 127 u. f.]: „Devillin“ [S. 127] – „Olivenit“ [S. 129] – „Brochantit“ [S. 131] – „Atacamit“ [S. 133]; – „Ueber das Auftreten von Olivin im Augitporphyr und Melaphyr“ [Bd. LII, 1. Abthlg., S. 235 und 265]; – „Ueber den Raibler Porphyr“ [Bd. LII, 1. Abthlg, S. 433 und 436]; – „Ueber den Porphyr aus der Gegend von Nowagora bei Krakau“ [Bd. LII, 1. Abthlg, S. 433 und 471]; – „Der Gabbro am Wolfgangsee“ [Bd. LII, 1. Abthlg., S. 646 und 661]; – „Der Alloklas und der sogenannte Glaukodot von Orawitza“ [Bd. LIII, 1. Abthlg., S. 217 und 220]; – „Felsarten von ungewöhnlicher Zusammensetzung in den Umgebungen von Teschen und Neutitschein“ [Bd. LIII, 1. Abthlg., S. 248 und 260]; – „Einige Pseudomorphosen. Fortsetzung IV.“ [Bd. LIII, 1. Abthlg.. S 337 u. 518]: „Bournonit nach Fahlerz“ [S. 518] – „Zinnober nach Fahlerz“ [S. 520] – „Lophoit nach Strahlstein“ [S. 521] – „Phästin“ [S. 523] – „Epidot nach Feldspath“ (Plagioklas) [S. 525] – „Malachit und Chrysokoll nach Kalkspath“ [S. 526] – „Brauneisenerz nach Kalkspath“ [S. 327] – „Revision der bisher von ihm beschriebenen Pseudomorphosen“ [S. 528]; – „Ueber den Silberkies. Mit einer Tafel“ [Bd. LIV, 1. Abthlg., S. 258 und 342]; – „Quarzführende Plagioklasgesteine“ [Bd. LV, 1. Abthlg., S. 285 und 287]; – „Die kobaltführenden Arsenkiese Glaukodot und Danait“ [Bd. LV, 1. Abthlg., S. 401 und 447]; – „Beobachtungen über die Verbreitung des Olivin in den Felsarten. Mit einer Tafel“ [Bd. LVI, 1. Abthlg., S. 251 und 261]; – „Ueber Serpentinbildung. Mit einer Tafel“ [Bd. LVI, 1. Abthlg., S. 251 und 283]; – „Mineralvorkommniß von Joachimsthal und Kremnitz. Mit zwei Holzschnitten“ [Bd. LVI, 1. Abthlg., S. 773 und 824]; – „Ein Hilfsmittel zur Entwickelung der Gleichung des chemischen Vorganges bei Mineralbildung“ [Bd. LVII, 2. Abthlg., S. 277 und 419]; – „Optische Untersuchung der Boraxkrystalle“ [Bd. LVII, 2. Abthlg., S. 608 und 641]; – „Ueber concentrisch schalige Mineralbildungen. Mit zwei Tafeln. Von F. Pošepný“ [Bd. LVII, 1. Abthlg., S. 753 und 894]; – „Ueber Damourit als Umwandlungsproduct. Mit einem Holzschnitte“ [Bd. LVIII, 1. Abthlg., S. 13 und 16]; – „Optische Untersuchung des Sylvin“ [Bd. LVII, 2. Abtheilung, S. 65; Bd. LVIII, 2. Abthlg, S. 84 und 144];– „1) Der Meteorsteinfall am 22. Mai 1868 bei Slavetic. 2) Die südwestlichen Blitzkugeln am 20. October 1868. Von W. Ritter von Haidinger“ [Bd. LVIII, 2. Abthlg., S. 941 und 943]; – „Mikroskopische Untersuchungen der Vesuv-Laven vom Jahre 1868. Mit einer Tafel von Felix Kreutz[41] [Bd. LIX, 2. Abthlg., S. 158 und 177]; – „Krystallographische Untersuchung des Cölestin. Mit zehn Tafeln. Von A. Auerbach“ [Bd. LIX, 1. Abthlg., S. 525 und 549]; – „Mikroskopische Unterscheidung der Mineralien aus der Augit-, Amphibol- und Biotitgruppe. Mit zwei Tafeln“ [Bd. LIX, 1. Abthlg., S. 719; Bd. LX, 1. Abthlg., S. 5]; – „Krystallographische Studien über rhombischen Schwefel. Mit einer Tafel. Von Ar. Březina“ [Bd. LX, 1. Abthlg., S. 514 und 539]; – „Bericht über das Niederfallen eines Meteorsteines bei Krähenberg, Canton Homburg, Pfalz. Mit sechs Holzschnitten. Von G. Neumayer“ [Bd. LX, 2. Abthlg., S. 149 und 229]; – „Ueber den Simonyit, ein neues Salz von Hallstadt. Mit zwei Holzschnitten [Bd. LX, 1. Abthlg, S. 715 und 718]; – „Mikroskopische Untersuchung des Predazzites und Pencatites. Mit vier Holzschnitten. Von P. G. Hauenschild“ [Bd. LX, 1. Abthlg, S. 715 und 795]; – „Ueber die Form und Zusammensetzung der Feldspathe. Mit zwei Holzschnitten“ [Bd. LX, 1. Abthlg., S. 821 und 915]; – „Vorläufige Notiz über ein Meteoreisen aus der Wüste Atacama“ [Bd. LXI, 1. Abthlg., S. 367; 2. Abthlg., S. 405]; – „Der Meteorit von Lodran. Mit einer Tafel“ [Bd. LXI, 2. Abthlg., S. 405 und 465]; – „Nachrichten über den Meteoritenfall bei Muržuk im December 1869“ [Bd. LXII, 2. Abthlg., S. 39 und 43]; – „Chemische Untersuchung des Meteoriten von Goalpara in Assam (Indien) von N. Teclu“ [Bd. LXII, 2. Abthlg., S. 850 und 852]; – „Ueber den Meteoriten von Goalpara und über die leuchtende Spur der Meteore. Mit einer Tafel“ [Bd. LXII, 2. Abthlg., S. 850 und 855]; – „Ein Meteoreisen aus der Wüste Atacama“ [Bd. LXIII, 1. Abthlg, S. 68; 2. Abthlg., S. 174]; auch in den „Denkschriften der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften“, mit vier lith. Tafeln und drei eingedruckten Holzschnitten; – „Beitrag zur Kenntniß der Salzlager. Mit einer Tafel und einem Holzschnitte“ [Bd. LXIII, 1. Abthlg, S. 126 und 305]; – „Chemische Analyse des Meteoreisens aus der Wüste Atacama (1870). Von E. Ludwig“ [Bd. LXIII, 2. Abthlg., S. 320 und 323]; – „Gesteine von Aden in Arabien. Mit einer Tafel. Von J. Niedzwiedzki“ [Bd. LXIII, 1. Abthlg., S. 126 und 549]; – „Die Meteoriten von Shergotty und Gopalpur. Mit vier lith. Tafeln und zwei eingedruckten Holzschnitten“ [1872]; – „Die Trümmerstructur der Meteoriten von Orvinio und Chantonnay. Mit zwei Steintafeln“ [1874]; – „Die Bildung der Meteoriten und der Vulcanismus“ [1875]; – „Die Krystallgefüge des Eisens, insbesondere des Meteoreisens. Mit einer Steintafel und drei eingedruckten Holzschnitten“ [1874]. Wie von diesen vier letztgenannten Abhandlungen, von denen Herausgeber dieses Lexikons die Bände, in welchen sie abgedruckt waren, nicht angeben kann, so erschienen auch von allen übrigen hier angeführten Abhandlungen Separatabdrücke, deren Mehrtheil jedoch vergriffen ist. – Im „Jahrbuch der k. k. geologischen Reichsanstalt“: „Analysen von Mineralien, Erzen und Gesteinen“ [Bd. VIII, S. 615, 616, 617, 759 und 760; Bd. IX, S. 295]; – „Basalt von Freudenthal und Hof“ [Bd. IX, Verh. S. 49]; – „Grünstein von Neutitschein“ [Bd. IX, Verh., S. 50]; – „Trachyt von Banow“ [Bd. IX, S. 63, Verh., S. 44]; – „Erloschene Vulcane in Mähren“ [Bd. IX, S. 1 und 16]. – Im achten Jahresbericht der Wernervereines für 1858, S. 7 u. f.: „Analyse des Mineralwassers zu Teplitz“. Von Tschermak und Schneider.
Quellen. De Gubernatis (Angelo). Dizionario biografico degli scrittori contemporanei ornato di altre 300 ritratti (Firenze 1870, Le Monnier, gr. 8°.) p. 1008. – Dumreicher (Armand Freiherr). Die Verwaltung der Universitäten seit dem letzten politischen Systemwechsel in Oesterreich (Wien 1873, Alf. Hölder, gr. 8°.) S. 93 und 140. – Wiener Zeitung, 1869, Nr. 227: „Director Tschermak“.