BLKÖ:Uiberacker, Virgil IV.

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 48 (1883), ab Seite: 259. (Quelle)
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18. Virgil IV. (gest. 20. November 1532), ein Sohn Ernsts aus dessen Ehe mit Anna Wisperg, war Hauptmann zu Salzburg. Er erschien auf den Landtagen der Jahre 1473 und 1525. Besonders bekannt ist er durch seine Fehde mit Bernhard von Dachsberg zu Seeberg (Seewalchen). mit dem er ursprünglich wegen Jagdfrevels auf Tod und Leben im Streite lag. Im Schlosse Sighartstein finden sich noch die hierauf bezüglichen Gemälde mit beigefügten Inschriften vor, und der für Dachsberg bereitete eiserne Spitzenring ist noch in der dortigen Rüstkammer zu sehen, wie auch in Seeburg der für Virgil bestimmte Kerker. Doch fiel keiner dem andern in die Hände, und der Streit ging, durch Pflegschaftsstreitigkeiten genährt, auf die Nachkommen über. Virgil war mit Rosine von Preising vermält. Von seinen Kindern pflanzte Johann Wolfhard das Geschlecht fort. Virgil liegt in der Margarethencapelle zu St. Peter in Salzburg begraben, wo sein gut erhaltenes Marmordenkmal noch heute sich befindet. Die unten citirte Quelle gibt eine sehr instructive Beschreibung desselben, sowie anziehende Bemerkungen über Wuchs und Körperbildung unserer Vorfahren auf Grund genauer Messungen der vorhandenen Rüstungen. [(Walz Dr.). Die Grabdenkmale u. s. w. Erste Abtheilung S. 181 u. f. unterm Jahre 1532, Nr. 149 mit Abbildung.] –