BLKÖ:Urban von Dominín, Johann

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 49 (1884), ab Seite: 124. (Quelle)
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5. Johann Urban von Dominín, [125] ein tapferer mährischer Kriegsmann aus der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts. In seiner Jugend trieb er wissenschaftliche und landwirthschaftliche Studien, nebenbei auch schon hie und da Waffenhandwerk; später stand er als Dienstmann im Gefolge des mährischen Adels und war zuletzt Hetman oder oberster Beamter bei verschiedenen reichen Magnaten seiner Heimat, so im Jahre 1600 in Ungarisch-Brod und 1605 in Břeclav. Für seine ebenso treuen als trefflichen Dienste empfing er von Kaiser Rudolph II. mit Diplom vom 4. Juni 1601 Wappen und Prädicat von Dominín. Als anläßlich der Unruhen Bocskay’s in Ungarn die mährischen Stände gegen dasselbe 1605 ein Aufgebot aufstellten, erhielt er das Commando einer Abtheilung, mit welcher er vom 3. Mai bis Ende September genannten Jahres im Felde stand. Diesen ganzen Zug hat er selbst ausführlich beschrieben und liegt das Manuscript im mährischen Museum zu Brünn aufbewahrt. Da Urban nicht unansehnlich begütert war, wurde er in Würdigung seiner dem Hause Oesterreich und seinem Heimatlande Mähren erwiesenen Dienste schon auf dem Olmützer Landtage des Jahres 1603, zu jener Zeit Lundenburger Schloßhauptmann, unter die Ritter der mährischen Stände aufgenommen. Weitere Nachrichten über ihn fehlen. Oberwähntes Tagebuch hat Johann Thomas Pessina [Bd. XXII, S. 57, Nr. 3] im zweiten Theile seines „Mars moravicus“ benützt. –