BLKÖ:Verflassen, Ernst

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Nächster>>>
Verga, Karl
Band: 50 (1884), ab Seite: 115. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Verflassen, Ernst|50|115|}}

Verflassen, Ernst. Diesen Namen führt ein Künstler, welcher 1838 in Wien (Alservorstadt am Glacis 319) sein Atelier hatte. Die Jahresausstellungen der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna beschickte er das erste Mal 1820 mit einem biblischen Oelgemälde: „Joseph gibt seinen Brüdern sich zu erkennen“, und war im Ausstellungsverzeichniß sein Taufname nicht angegeben. Ein zweites (und letztes) Mal finden wir ihn daselbst 1838 mit einer gleichfalls in Oel gemalten „Ansicht des Münsters in Ulm“ vertreten und im Katalog mit dem Taufnamen Ernst bezeichnet. Darauf beschränkt sich unsere ganze Kenntniß über diesen Maler, dessen weder in anderen Kunstkatalogen, noch in Werken über Kunst und Künstler in Oesterreich gedacht ist. Mit dem von Nagler [Bd. XX, S. 98] angeführten gleichnamigen Maler Ernst Verflassen (geb. 1806, gest. in Nürnberg 1845) dürfte er wohl nicht identisch sein, denn dann müßte er, als er erst vierzehn Jahre zählte, sein Bild: „Joseph gibt seinen Brüdern sich zu erkennen“ in Wien ausgestellt haben, was nicht gerade unmöglich, aber sehr unwahrscheinlich ist. Und doch deuten andere Bemerkungen Nagler’s, wie jene, daß der von ihm angeführte Künstler verschiedene Kirchen und Paläste, besonders solche gothischen Styls, gemalt habe, wieder auf unseren Ernst Verflassen hin. Vielleicht ist Nagler’s Angabe des Geburtsjahres, 1806, unrichtig, und sollte dieses Datum etwa 1800 heißen?

Kataloge der Jahresausstellungen der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna in Wien (8°.) 1820, S. 16, Nr. 97; 1838, S. 22, Nr. 281.