BLKÖ:Weinzierl, Max von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Weinwurm (Sänger)
Band: 54 (1886), ab Seite: 67. (Quelle)
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Weinzierl, Max von (Compositeur, geb. um 1830). Ueber den Lebens- und Bildungsgang dieses Compositeurs, von dem weit über ein halbes hundert Tonstücke im Druck erschienen sind, wissen wir nur wenig; er wirkte zu Wien in den Sechziger-Jahren als Theater-Capellmeister an der komischen Oper 1871 unter Director Hirsch und 1882 am Ring-Theater unter Franz Jauner als zweiter Capellmeister – der erste war damals Joseph Hellmesberger. Seine ersten Compositionen fallen in den Anfang der Siebziger-Jahre, und sind uns von den veröffentlichten bekannt: „Im Rosenbusch die Liebe schlief, Für 1 tiefe Stimme mit Pianof.“ Op. 4 (Wien 1872, Spina); – „3 Lieder für 1 Singstimme mit Pianof. (Die Sonne geht zur Ruh’. Ich wollte, dass der Frieden. Mondlicht)“ Op. 5 (ebd. 1872); – „Liebesfrühling. (Ich durfte dich umranken). Für 4 Männerst.“ Op. 9 (ebd. 1872, Bösendorfer); – „Fünf Lieder für Sopran (oder Tenor) mit Pianof.“ Op. 10 (ebd. 1879, Jägermayer); – „Fünf Lieder für eine tiefere Singst. mit Pianof.“ Op. 11 (ebd. 1879); – „Und gestern Noth und heute Wein. Für Männerchor und Soloquartett mit Pianof.“ Op. 12 (ebd. 1879); – „Nachtgruss. (Wie kühl streicht sich’s bei nächt’ger [68] Stunde). Männerchor für Bariton und Tenorsolo, mit Begleitung des Orchesters“ Op. 17 (ebd. 1873, Spina); – „Drei Lieder für Sopran (oder (Tenor) mit Pianof. (1: Mond, hast du auch geseh’n“. 2: Schilflied. 3: Die Liebe ist überall)“ Op. 27 (ebd. 1881, Buchholz); – „Sechs Lieder aus Wolff’s „„Rattenfänger von Hameln““. Für Bass (oder Bariton) mit Pianof.“ Op. 28 (ebd. 1882); – „Lerche,. Fink und Nachtigall. Für Männerchor mit Pianof.“ Op. 29 (ebd.); – „Liebesweihe. Für Männerchor mit Pianof.“ Op. 31; – „In Wald und Feld. Für Männerchor mit Pianof.“ Op. 32; – „Serenade. Für 4 Violinen (oder Streichinstrumente)“ Op. 34 (Wien 1883); – „Drei Gedichte. von Rud. Baumbach. Für 4 Männerst.“ Op. 33 (ebd. 1884, Lewy); – „Passionen. Walzer für Männerchor mit Pianoforte“ Op. 35 (ebd. 1884, Rebay); – „Das Sitzen, Quadrille für Männerchor mit Orchester oder Pianof.“ Op. 36 (Wien); – „Sechs Lieder eines fahrenden Gesellen. Von Rud. Baumbach. Für Bariton mit Pianof.“ Op. 37 !ebd.); – „Frei nach Linné. (Devise aus der Pflanzenwelt). Polka française, für Männerchor mit Pianof.“ Op. 38 (ebd.); – „Drei Männerchöre“ Op. 41 (Leipzig 1883, Forberg); – „Drei Lieder für Sopran (oder Tenor) mit Pianof.“ Op. 42 (Dresden 1884, Hoffarth); – „Zwei Gedichte für 4 Männerstimmen“ Op. 43 (Leipzig 1883, Siegel); – „Grüss Gott, du lieber Frühlingswind. Für Männerchor mit Tenorsolo and Pianof.“ Op. 44 (ebd. 1884, Siegel); – „Minnelieder nach altdeutschen Gedichten. Walzer für Männerchor, Tenor and Baritonsolo mit Pianof.“ Op. 45 (ebd.); – „Drei Männerchöre“ Op. 46 (ebd. 1884); – „Elegie C-moll. Für Violine mit Pianof.“ Op. 47 (ebd.); – „Wanderlieder aus den Alpen. Von Rudolf Baumbach. Für 4 Männerst. Op. 48 (ebd.); – „Drei Charakterstücke. 1: Romanze. 2: Jagdlied. 3: Mazurka“ Op. 49 (Wien 1869, Spina); – „Frühling. Für dreistimmigen Frauenchor mit Pianof.“ Op. 50 (ebd. 1884); – „Nun da, so wären der Sonnenschein. Für Männerchor“ Op. 51 (ebd. 1884, Administration der „Lyra“); – „Neuer Wein. Für Männerchor“ Op. 52 (ebd. 1884); – „Drei Gesänge. Für 4 Männerstimmen“ Op. 54 (Leipzig 1885, Forberg); – „Drei Gesänge für Männerchor“ Op. 55 (ebd.); – „Drei vierstimmige Lieder für Männerchor“ Op. 56 (ebd.); – „Drei Männerchöre“ Op. 57 (ebd.); – „Psalm: Der Herr ist Gott. Für gem. Chor mit A- und B-Solo und Orgel“ Op. 60 (Leipzig 1885); – „Drei Männerchöre“ Op. 61 (ebd. 1885). Außer diesen Compositionen hat Weinzierl mehrere Lieder von Franz Schubert für Männerchor mit Begleitung des Pianoforte arrangirt und in einigen Heften herausgegeben. Er versuchte sich aber auch, und zwar mit günstigem Erfolge, in einem ernsten Werke höherer Gattung, betitelt: „Hiob“, Oratorium für Orchester, Chor und Solostimmen, welches 1870 am Charfreitage in der Pfarrkirche zu St. Ulrich in Wien unter des Compositeurs eigener Leitung aufgeführt und mit Beifall aufgenommen ward. Der Reinertrag des Tonwerkes war zur Fortbildung zwanzig armer Zöglinge im Gesange und Violinspiel bestimmt, weshalb die Solopartien von Künstlern des Hofoperntheaters unentgeltlich übernommen wurden.

Porträt. Lithographie ohne Angabe des Zeichners.