BLKÖ:Wickede, Julius von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Wickede, Wilhelm von
Band: 55 (1887), ab Seite: 221. (Quelle)
Julius von Wickede bei Wikisource
Julius von Wickede in der Wikipedia
GND-Eintrag: 117337188, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Wickede, Julius von|55|221|}}

Noch ist eines Vetters des Vice-Admirals, des Rittmeisters a. D. und Schriftstellers Julius von Wickede, in Kürze zu gedenken. Dieser (geb. zu Schwerin 11. Juli 1819), Chef des ersten Zweiges der Tolziener Linie und Sohn des Forstrathes und Oberforstmeisters Theodor von Wickede (gest. 1855) aus dessen Ehe mit Juliane geborenen Freiin von Bose, trat im Frühlinge 1835 in die österreichische Armee, und zwar als Regimentscadet in das damalige Reiter-Regiment Erzherzog Johann-Dragoner ein. In demselben diente er einige Jahre. Wie lange? ist uns nicht bekannt. Auch ist es nicht seine militärische Laufbahn, die ihn für uns denkwürdig erscheinen läßt, als vielmehr die prächtigen Schilderungen aus derselben, in welchen er ein treues, freilich poetisch angehauchtes Bild des Lebens und Treibens in einem kaiserlichen österreichischen Reiter-Regimente in den Dreißiger-Jahren unseres Jahrhundert gibt, und welche im V. Jahrgange der illustrirten Zeitschrift „Daheim“ 1869, S. 153 u. f. unter dem Titel: „Lebenserinnerungen. IV. Oesterreichisches Soldatenleben vor dreißig Jahren“ gedruckt stehen. Auch sonst noch ist Wickede als Schriftsteller thätig, und werden seine zahlreichen Arbeiten, welche meistens das Soldatenleben im Frieden und Kriege schildern, gern und viel gelesen. Unter seinen zahlreichen Schriften, die wir in Brümmer’s Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten des. neunzehnten Jahrhunderts verzeichnet finden, haben für Oesterreich näheres Interesse: „Erzählungen eines österreichischen Veteranen“, 3 Theile (1855); – „Der Sohn des Regiments. Oesterreichische Soldatengeschichte“, 4 Theile (1855 und 1856); – „Herzog Wallenstein in Mecklenburg“, 4 Theile (1865).