BLKÖ:Wilczek, Johann (Joseph) Balthasar

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 56 (1888), ab Seite: 115. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Wilczek, Johann (Joseph) Balthasar|56|115|}}

3. Johann (nach Anderen Joseph) Balthasar (geb. 1710, gest. 10. Juni 1787), der jüngere Sohn des Grafen Heinrich Wilhelm aus dessen Ehe mit Marie Charlotte geborenen Gräfin von Saint Hilaire und Stifter der noch blühenden II. (jüngeren) Linie des Grafenhauses Wilczek, diente in jungen Jahren in der kaiserlichen Armee, machte 1733 den Krieg in Italien und 1738 jenen gegen die Türken mit, trat aber als Oberstlieutenant aus den Reihen der activen Armee und wurde Kämmerer des Großherzogs Franz von Toscana, nachmaligen Kaisers Franz I. Stephan. 1750 erfolgte unter gleichzeitiger Ernennung zum geheimen Rathe seine Berufung zum Präsidenten in Kärnthen, in welcher Eigenschaft er sich und seiner Familie die Landmannschaft Kärnthens erwarb. Nun in die Reihen der Armee zurückkehrend, wurde er 1752 Feldmarschall-Lieutenant, 1753 Feldzeugmeister, machte als solcher 1756 den Feldzug bei der kaiserlichen und als Oberst-Kriegscommissär 1758, 1759 und 1760 die Feldzüge bei der Reichsarmee mit. Dann führte er in Wien den Vorsitz bei mehreren Hofcommissionen. Am 3. August 1734 vermälte er sich mit Maie Antonie geborenen Gräfin Kottulinský, aus welcher Ehe die beiden Söhne Johann Joseph und Joseph Augustin stammen, von denen Letzterer diese Linie, die noch zur Stunde blüht, fortpflanzte. –