BLKÖ:Windisch-Grätz, Erasmus

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 57 (1889), ab Seite: 46. (Quelle)
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13. Erasmus (geb. um 1519, gest. 1573), vom Ruprecht’schen Hauptaste; Stifter des Erasmischen Astes. Ein Sohn Christophs I. aus dessen Ehe mit Anna von Liechtenstein zu Murau, wurde er 1551 mit seinem Bruder Pancraz in den Reichsfreiherrenstand und 1557 in den Grafenstand erhoben, von welch’ letzterer Standeserhöhung er aber eben so wenig Gebrauch machte, wie sein Bruder [47] Pancraz. 1556 fungirte er als Sprecher einer an den Reichstag zu Regensburg abgeordneten Gesandtschaft der niederösterreichischen Stände, und in demselben Jahre finden wir ihn neben Erasmus von Starhemberg als Mitglied einer anderen Gesandtschaft, welche in Prag um Hilfe wider die Türken anzusuchen, abgeschickt worden, Mit Diplom und Lehenbrief ddo. 27. Juni 1565 wurde dem Freiherrn Erasmus das Obersterblandstallmeisteramt in Steiermark als Seniorat verliehen, welche Würde noch immer der jeweilige Aelteste des Hauses Windisch-Grätz bekleidet. Bei dem aus Anlaß der Hochzeitsfeier des Erzherzogs Karl am 9. September 1571 zu Gratz veranstalteten Turniere erschien Erasmus als „Obersterblandstallmeister in Steyer, österreichischer geheimer Rath und Hofkammerpräsident“ gleichfalls in den Turnierschranken. Er starb 1573. Aus drei Ehen: mit Kunigunde von Stadel, Anna von Paradeiser und Margarethe Ungnad Freiin von Sonnegg, hatte er zwei Söhne und eine Tochter. Der aus der ersten Ehe entsprossene Andreas pflanzte mit Regina von Dietrichstein den Erasmischen bis zur Stunde in zwei fürstlichen Zweigen blühenden Ast fort. –