BLKÖ:Wratislaw, Wladislaw von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 58 (1889), ab Seite: 163. (Quelle)
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35. Wladislaw. Die geschichtliche Ueberlieferung knüpft an diesen Namen den Ursprung des Geschlechtes der heutigen Grafen Wratislaw und führt ihn in das Ende des 11. Jahrhunderts zurück. Nach diesem leiten die Wratislaw ihren Ursprung von keinem Geringeren ab als von Wratislaw II., der 1086 König von Böhmen war und mit seiner Gattin Athleta oder Adelheid, einer Tochter Andreas I., Königs von Ungarn, einen Sohn Bretislaus II. zeugte. Des Letzteren zwei Söhne Wladislaw und Wlastislaw entgingen in jenen Tagen, in denen Mord und Todtschlag unter den Großen des Landes an der Tagesordnung zu sein schienen, nur schwer dem Tode. Beide wurden von einem Herrn von Wartenberg aufgezogen. Wladislaw heiratete dann dessen Tochter und Erbin Napka und erwarb das ganze Vermögen seines Schwiegervaters, dessen Wappen er auch annahm, während ihm sein Großvater König Wratislaw das Recht verlieh, seinen eigenen Namen Wratislaw zu führen, den das Geschlecht noch heute trägt. Seinem Sohne aber aus der Ehe mit Napka von Wartenberg gab er als Taufnamen seinen Geschlechtsnamen, so daß dieser Sohn Wratislaw Wratislaw sich nannte. Genealogen, die sich um das Detail interessiren, können die etwas verworrene Geschichte in Zedler’s „Universal-Lexikon“ (59. Bd., Sp. 625) nachlesen. –