BLKÖ:Wunschwitz, Georg von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Wunschwitz, Urban von
Band: 58 (1889), ab Seite: 271. (Quelle)
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1. Dieser war mit Christine von Khun vermält, die ihm den Sohn Georg (um 1586) gebar, welcher sich von Rothmühl an der Elbe nach Prag begab, um daselbst an der Universität den höheren Studien obzuliegen. In den letzten Regierungsjahren des Kaisers Rudolf II. trat er in den Staatsdienst und wurde Ingrossist beim Appellationsgerichte auf dem Prager Schlosse, wo er bis zum Ausbruch der politischen Wirren im Jahre 1618 thätig blieb. Da er sich entschieden weigerte, unter den Rebellen zu dienen, und in dieser Zeit die Stadt verließ, hatte er deshalb mit vielen Widerwärtigkeiten zu kämpfen, kehrte aber nach der Schlacht am weißen Berge auf seinen Posten zurück und wurde bald danach Registrator im Amte und 1628 Secretär beim Appellationsgericht. Für die dem Kaiserhause bewiesene Treue aber erhob ihn Ferdinand II. am 13. October 1629 in den böhmischen Ritterstand unter gleichzeitiger Vermehrung des Wappens, dessen Helmzier, der springende Hirsch, fortan ein rothes Halsband mit dem kaiserlichen Namenszuge F. II. tragen sollte. Georg Ritter v. Wunschwitz starb zu Prag am 20. März 1645 und liegt neben seiner zwei Jahre vor ihm verstorbenen Gemalin Eva Barbara geborenen Mayer von Tandlowitz im Kreuzgange des Augustinerklosters auf der Prager Kleinseite begraben. Von seinen Söhnen starben zwei in jungen Jahren, ein dritter Sohn Matthias Gottfried und eine Tochter Anna Christine überlebten ihn. Letztere, mit Leonhard Pipin von Langheim Herrn von Wallstein verheiratet, starb zu Wien 1663. –