BLKÖ:Züllich von Zülborn, Rudolf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Zudenigo, Nicolo
Band: 60 (1891), ab Seite: 299. (Quelle)
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Züllich von Zülborn, Rudolf (Bildhauer, geb. zu Karlsburg in Siebenbürgen 1813). Sohn des k. k. Hauptmannes Johann Züllich von Zülborn aus dessen Ehe mit Johanna geborenen Török de Kadicsfalva. Ueber die Familie berichten die Quellen S. 300 und die Stammtafel. Rudolf machte seine Studien an der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien, wo er sich der Bildhauerkunst zuwendete. 1845 begab er sich zur Vervollkommnung in seinem Fache nach Rom. 1848 sah man auf der Ausstellung in der Akademie der bildenden Künste in Wien von ihm eine Madonnabüste in Marmor. Von seinen Werken, obwohl der Künstler als geschickt bezeichnet wird, gelangte nur wenig in die Oeffentlichkeit. Bekannt sind die Broncebüsten (10 Zoll hoch) des Erzherzogs Palatin Joseph und dessen Gemalin Maria Dorothea, welche in der Ausstellung zu Budapesth 1856 zu sehen und von denen für Liebhaber auch Exemplare in gewöhnlichem und in Meerschaumgyps zu haben waren. Das ungarische [300] Nationalmuseum in Budapesth besitzt von ihm die Büste einer Madonna – vielleicht ist es die schon oben erwähnte Marmorbüste – und die Statuette der Göttin Juno, zwei Werke, welche nicht gewöhnliche Kunstfertigkeit verrathen. 1880 befand sich der Künstler in Paris. Nach einem Berichte von Franz Pulszky über das ungarische Nationalmuseum in P. Hunfalvy’s „Literarischen Berichten aus Ungarn“ 1878, S. 21 befaßte er sich seit längerer Zeit mit der Glyptik und verfertigte lobenswerthe Cameen. Uebrigens wenn der Künstler noch lebt, steht er bereits im Alter von 78 Jahren.

Pesth-Ofener Localblatt, 7. Jahrgang, 22. Juni 1856, Nr. 113 in den Tagesnotizen. – Dux (Adolf). Das ungarische Nationalmuseum. Eine Skizze (Pesth 1858, gr. 8°.) Seite 27.