Beschreibung des Oberamts Mergentheim/Kapitel B 40

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40. Schäftersheim,
Pfarrdorf III. Klasse, mit Scheumühle, Haus, und Scheinhardsmühle, Haus, 571 Einw., worunter 15 Kath., Filialisten von Laudenbach.


Der Ort liegt freundlich auf dem rechten Ufer der Tauber, da wo von Norden her der Nassauer Bach in die Tauber einmündet. Das Thal ist hier weit und lieblich, hohe prächtige Pappeln begrüßen den von Weikersheim herkommenden Wanderer, der erst, nachdem er die im Viereck gebauten früheren Klostergebäulichkeiten durchschritten hat, das eigentliche Dorf betritt.

Die Kirche steht etwas erhöht an seiner Nordseite, am Klosterberg, in dem früheren noch ummauerten Kirchhof, und stammt aus spätromanischer Zeit, das Schiff erlitt gothische Veränderungen, während der im Osten stehende Thurm noch ganz in der ursprünglichen Bauweise erhalten ist. Die im Jahr 1875 ansprechend erneuerte Kirche hat im Schiff hübsche spätgothische Kleeblattfenster und innen eine flache Decke; der Thurm ein Kreuzgewölbe mit breiten, an der Kante gekehlten Rippen auf Blätterkonsolen, auf dem Schlußstein ein schön verschlungenes mit (spätromanischen) Diamanten besetztes Band. Nach Osten hat er hier im Erdgeschoß noch das alte Rundbogenfenster; der Triumphbogen ist ebenfalls noch ursprünglich, halbrund, und wie es scheint, noch älter als der Thurm, der an ihn gelehnt ist. Außen an den Ecken des auf romanischem Sockel ruhenden Thurmes stehen, so daß die eigentlichen Kanten des Thurmes frei bleiben, höchst primitive flache Strebepfeiler mit Dächelchen und Lilien, ähnlich denen am Paradies in Maulbronn, die, wie die unter ihnen durchlaufende Sockelwulst beweist, später, doch | bald nach dem Beginn oder Aufbau des Thurmes angefügt wurden. Die Schallfenster desselben sind sehr schön, durch Säulen, darunter zwei achteckige, in der Mitte getheilt; ihre Kapitelle sind mit prächtigen Blättern umhüllt, und tragen viereckige mit Rosetten oder Masken belebte Aufsätze. Von den drei Glocken trägt die größte die Umschrift in altgothischen Majuskeln: Matheus. Marcus. Lucas. Johannes. Maria. Osanna. Die zweite Glocke ist gegossen 1858 von König in Langenburg, die dritte umgegossen von demselben 1842. Innen am Triumphbogen der Kirche ist ein Grabstein mit den knieenden Gestalten des Hohenl. Pfarrers Simon Matthes Schiller, † 10. Okt. 1663, und seiner Frau Anna Barbara, geb. Welschin, † 26. Dec. 1655. Die nördlich an den Thurm gebaute Sakristei hat ein Tonnengewölbe, ihre Thüre zeigt ein sehr schönes gothisches Schmideisenbeschläg. Die Unterhaltung der Kirche ruht auf der Stiftungspflege. Der Friedhof wurde 1835 außerhalb des Ortes angelegt.

Das vom Staat zu unterhaltende freundliche Pfarrhaus liegt bei der Kirche, und hat hinter sich den schön terrassirten Pfarrgarten, oben eine Linde mit angenehmer Aussicht in das weite grüne Tauberthal. Hinter der Kirche d. h. dem ummauerten Kirchhof und dem Pfarrgarten, überhaupt so weit der Klosterberg reicht, läuft ein Graben, der sich noch weiter mit einem Wall am Dorf hinzieht und es einst umfaßte. Der Ort hatte zwei Thore, das obere und das untere Thor, gegen Süden und Westen war er durch die Tauber und den Nassauer Bach gedeckt. Die frühere Straße gieng westlich am Kloster vorbei, jetzt führt sie mitten durch dasselbe.

Die schmucklosen Kloster-Gebäulichkeiten, mit Bierbrauerei, Scheunen und einem Wirthschaftsgebäude u. s. w., liegen um einen großen viereckigen Hof mit prächtiger Linde; ostwärts der große noch ummauerte Klostergarten. Die Gebäude sind im Besitz von Hohenlohe-Langenburg, welches auf der Markung 436 Morgen Wald, 61/8 Morgen Gärten, 154 Morgen Äcker und 52 Morgen Wiesen besitzt. Die Klosterkirche ist vollständig verschwunden; aber vor einigen Jahren, im Sommer 1874, fand man in einer Scheune im Boden ein schön gearbeitetes Grabdenkmal und Gebeine eines starken Mannes, jetzt im Weikersheimer Schloß aufbewahrt (s. u.). Darauf ist in hoch erhabener Arbeit und in Lebensgröße dargestellt ein stattlicher Ritter mit Harnisch, Kettenpanzerkragen um den Hals und wohlgefälteltem | Mantel, Dolch und (abgebrochenem) Schwert. Der Kopf ist abgeschlagen, links davon noch erhalten der Helm mit zwei Schwanenhälsen, unten am linken Fuß der Rosenbergische Wappenschild. Die leider nicht mehr ganz erhaltene Inschrift lautet in gothischen Minuskeln: Anno. domini. milesimo. vicesimo. quinto. (1025). obyt. reinhart. von . . . . . . . e memorie. feria. quinta. ante. palmarum. requiescat.

Das Standbild stand einst aufrecht an der Wand, stammt nach Schrift und Costüm aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts und ist ohne Zweifel ein Gedächtnisbild, erinnernd an den schon im Jahr 1025 gestorbenen Reinhard von Rosenberg.

(S. auch W. F. X, 1, 58 f., wo jedoch die Umschrift nicht richtig gegeben ist, und deshalb zu falschen Vermuthungen geführt hat.)

Das 1862 erbaute Schulhaus enthält auch die Wohnung des Schulmeisters. Ein Rathhaus (seit 1837 im jetzigen Gebäude eingerichtet), ein Armenhaus und ein Schafhaus bestehen. – Zu erwähnen ist auch das stattliche Haus der Familie Landbeck, mit der Jahreszahl 1781 am Eingang und mit Blechdrachen am Dache.

Gutes Trinkwasser liefern stets hinreichend 20 Pump- und 8 Schöpfbrunnen; im Thal gegen Nassau sind einige Quellen.

Die Vicinalstraße von Weikersheim nach Creglingen geht durch den Ort, dann eine Vicinalstraße von hier nach Nassau. Über die Tauber und den Nassauer Bach je eine steinerne Brücke, und noch zwei Stege über den letzteren; sämmtlich von der Gemeinde zu unterhalten.

Die Vermögensverhältnisse der Einwohner gehören zu den mittleren; der größte Grundbesitzer hat 86, der Mittelmann 20, die ärmere Klasse 10 Morgen Feld; die Haupterwerbsquellen sind Feldbau und Weinbau. – Eine Ziegelei wird mit gutem Erfolg betrieben, ferner bestehen eine Sägmühle, eine Kunstmühle mit vier Mahlgängen, einem Gerbgang und einem Ölgang, und zwei Kundenmühlen, je mit drei Mahlgängen und einem Gerbgang, – weiter vier Schildwirthschaften, und eine herrschaftliche Bierbrauerei, die ein geschätztes Bier liefert.

Der Boden ist mittelfruchtbar, leicht, hitzig, auch steinig, und nicht tiefgründig, das Klima mild, die Nächte im Sommer warm; schädliche Frühlingsfröste sind häufig, ebenso die Gewitter, letztere werden jedoch durch eine nahe Wetterscheide oft vertheilt; | die Gegend ist starken Winden ausgesetzt, Hagelschlag zuweilen strichweise.

Die Landwirthschaft ist in gutem Zustand, verbesserte Ackergeräthe sind eingeführt, von den Felderzeugnissen kann noch verkauft werden; man pflanzt vorherrschend Gerste, von den Futterkräutern Klee; der Wiesenbau ist nicht ausgedehnt, ebenso der Weinbau; am Sommerberg sind die besten Lagen, der Wein ist lieblich, doch steht er hinter dem von Elpersheim und Markelsheim zurück. – Früher wurde auf der Winterseite mehr Wein gebaut, was aber seit den vierziger Jahren abgekommen ist.

Die nicht gerade bedeutende Obstzucht nimmt zu, das Obst geräth nicht gerne, man pflanzt hauptsächlich Bietigheimer Äpfel, Pelzreinetten, Mostäpfel, dann Reinbirnen, Tafelbirnen, Zwetschgen; eine Gemeindebaumschule besteht, und ein Baumwart ist aufgestellt.

Die Gemeinde besitzt etwa 400 Morgen Laubwald, die jährlich 68 Klafter und 480 St. Wellen abwerfen; hieraus erlöst die Gemeindekasse jährlich 3400 M., aus der Brach- und Stoppelweide 1700 M., aus der Pferchnutzung 600 M., aus eigenen Güterstücken 160 M.

Die Rindviehzucht ist wegen Mangels an Wiesen nicht besonders ausgedehnt, man hat drei Farren vom Heilbronner Schlag aufgestellt. Ein Pachtschäfer läßt das Jahr über 400 St. Bastardschafe auf der Markung laufen.

Die Standesherrschaft Hohenlohe-Langenburg hat das Fischrecht in der Tauber und im Nassauer Bach, welcher Forellen führt, und verpachtet dasselbe um 30 M. jährlich.

Von besonderen Stiftungen sind zu nennen: die Pistorius’sche Stiftung mit 18.571 M., zu Lehrzwecken, Bereicherung der Ortsbibliothek etc.; unter der allgemeinen Stiftung, mit 17.020 M., sind mit inbegriffen die Niklas’sche Lehrerbesoldungsstiftung mit 1714 M., die Karolinische und Schenk-Weißmanns’sche Armenstiftung mit 900 M., die Ströbel-Hartmann’sche Weckenstiftung mit 500 M.

Die Sage geht, der Ort sei früher größer gewesen und im sog. „Mönchsgarten“ beim Klosterhof sei eine Kirche gestanden. – Auf dem nördlich vom Ort gelegenen „Klosterberg“ heißt eine Flur „Schüleinshof“. – Südlich vom Tannenberg die Flur „todter Mann“.


| Schäftersheim, alt Scheftersheim d. i. Heim eines Schafter, wohl von schaft = Speer und her = Heer, galt mit dem noch als Flurname daselbst vorkommenden Hohenloch, welches 1146 neben Schäftersheim genannt wird, als Stammsitz des Hauses Hohenlohe, bis dieser in dem 2 Stunden von Uffenheim im jetzigen Bayern gelegenen Hohlach nachgewiesen worden ist (Stälin 2, 239. Fischer, Gesch. d. Hauses Hohenl. 1, 27). Der Ort kam im 12. Jahrhundert, während Einiges, wohl durch die Grafen von Rothenburg-Komburg, an das Kloster Komburg gieng (s. 1244), wie es scheint durch eine Erbtochter aus derselben Familie, an die Herren von Toggenburg in der Schweiz und von diesen, mittelbar oder unmittelbar, bald an die Hohenstaufen. Der dieser Familie angehörende Sohn Konrads III., Friederich IV., Herzog von Rothenburg und von Schwaben († 1167), stiftete in Schäftersheim zu Ehren der h. Maria ein Prämonstratenser Frauenstift, welches Kaiser Friederich I. Barbarossa mit den gleichfalls erblich auf ihn übergegangenen Besitzungen des Gotteshauses in seinen Schutz nahm, wie nachher auch Kaiser Friederich II. 1219 und 1221 und König Heinrich VII. 1225 thaten. Das Kloster war dem Abt von Oberzell bei Würzburg unterstellt (s. 1238. 1245.), hatte neben Anderem, das nicht näher zu bestimmen ist (1327–1354.), Besitzungen in und bei Schäftersheim (1172. 1264. 1387.) Ebertsbronn (1172.) Harthausen (1251.) Queckbronn (1261.) Simmringen (1275.) Vorbachzimmern (1345.) Weikersheim (1363.) Kloster Lochgarten (1324. 1367. um diese Zeit in Schäftersheim aufgegangen) Hummertsweiler (1250.) Vlinsbach (1262.) Sichertshausen (1325. 1339.) OA. Gerabronn, Kreuzfeld bei Schrozberg, welches Klösterlein 1253 dem Kl. Schäftersheim einverleibt wurde; ferner in Buchheim (1172. 1288. 1307.) Kleinharbach (1258.) Bergel und Ickelheim (1288 1313.) Ipsheim (1313.) im bayr. BA. Uffenheim; Büttelbrunn (1172.) Rettershausen (c. 1250. 1303.) Höttingen (1277.) Röttingen und Oellingen (1262.) Leuzenbronn (1293. 1300.) Aub (? 1300.) sämmtlich im BA. Ochsenfurt; Rödelsee BA. Kitzingen (1325.). Daneben bedachte der Adel der ganzen Gegend, voran die von Hohenlohe, das Kloster sehr reichlich mit Jahrtag- und andern Stiftungen, wählte dasselbe auch mehrfach zur Grablege.

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Im 14. Jahrhundert finden sich auch Adelige, welche sich von Schäftersheim nennen, und schon für einen Zweig der Hohenlohe erklärt worden sind. Übrigens waren dieselben nicht in | Schäftersheim selbst begütert. Vielmehr wurden schon 1244, durch Kauf von Kloster Komburg, Ortsherren und Patrone der Kirche (1360) die von Hohenlohe, welche seit 1262 auch als Vögte des Klosters auftreten und schließlich nach der Reformation dasselbe aussterben lassen und in eine herrschaftliche Ökonomie verwandeln. Zehntansprüche im Ort hatte auch das Stift Neumünster in Würzburg (1264. 1387.).

Die Schicksale des Klosters im Bauernkrieg und im dreißigjährigen Krieg sind bereits oben S. 277 ff. 289 ff. dargestellt worden.

Pfarrer: Sifridus prepositus c. 1262. Joh. Scherecker 1406. Konr. Schenk 1446. Heinrich N. A. 1472. Heinr. Rumpf c. 1490. Jobst Reiß 1530. Georg Gscheid 1541. Christof Zeller 1545. Balth. Geiger 1556. Joh. Diezel 1584. M. Mark. Colluder 1606. M. Ge. Horn 1612. M. Wolfg. Lud. Assum 1612. M. Ge. Bien 1617. Ge. Seitz 1627. M. Ulr. Stosser 1632. M. Crato Assum 1634. Joach. Horn 1637. Sim. Matthä. Schiller 1651. M. Joh. Georg Mose 1664. Joh. Dav. Greis 1690. Ge. Lud. Muck 1703. Paul Nikol. Eichhorn 1717. Phil. Ernst Kern 1744. Christof Balth. Diez 1748. Franz Karl Eggel 1762. Joh. Ge. Fried. Schenk 1777. Christi. Frosch 1800. Ge. Wilh. Fried. Meister 1801. Christi. Lud. Fried. Braun 1812. Johs. Vestner 1834. Karl Fried. Wilh. Demmler 1842 (s. Weikersheim.) Gottlieb Hein. Beckh 1846. Adolf Frey 1865. Imm. Gotthilf Bunz 1874.


1146 Novbr. 21. Würzburg, König Konrad III. beurkundet, daß, als vor Zeiten Cuneza, die Mutter des Canonicus Berthold in Würzburg und des Ludolf v. Stühlingen, mit ihrem Bruder Diethalm v. Toggenburg theilte, diesem Scheftersheim, Hohenloch, Buchheim (BA. Uffenheim) und Büttelbrunn (BA. Ochsenfurt) zugefallen seien. U.B. 2, 39.

1172 Apr. 19. Würzburg. Kaiser Friederich I. nimmt das von dem Herzog Friederich v. Rothenburg gestiftete und sammt dessen Besitzungen erblich auf ihn übergegangene Frauenkloster Scheftersheim mit den Gütern, welche der genannte Herzog dem Kloster zu Schäftersheim, Hohenloch, Buchheim, Ebertsbronn und Büttelbronn geschenkt hat, in seinen Schutz. U.B. 2, 168.

1216. Hedwig v. Hohenlohe übergibt den Johannitern in Mergentheim 20 Mark Silber zum Ankauf eines Gutes für die Erhaltung eines Pfarrgehilfen in Mergentheim und Entrichtung eines jährlichen Martini-Zinses von 1 Schilling Gold an das Kloster Scheftersheim. U.B. 3, 36.

| 1219 Nov. 2. Nürnberg. König Friederich II. nimmt das Kloster Scehftirsheim in seinen und des Reiches unmittelbaren und unveräußerlichen Schutz, bestätigt insbesondere die von dessen Gründer, Herzog Friederich v. Rothenburg, dahin gestifteten Güter und verbietet jedwede Beeinträchtigung seiner Personen und Rechte. U.B. 3, 87.

1221 März 9. Bari. Urkunde Kaiser Friederichs II., völlig gleichlautend mit der vorigen. U.B. 3, 124.

1225. Ruker, Kanonikus im Stift Neumünster zu Würzburg, überläßt um seiner Seele Heil willen durch seinen Salmann, Gottfried v. Hohenlohe, und seinen Vormund, Ruker den Kremser, einige seiner Güter dem Kloster Schäftersheim. U.B. 3, 162.

1225 Mai 21. Würzburg. König Heinrich VII. nimmt das auf seinem Erbeigenthum gegründete Kloster Schepffirsheim in seinen und des Reichs unveräußerlichen Schutz, verbietet dasselbe irgendwie zu beeinträchtigen und verordnet für den Fall seiner Abwesenheit aus der Gegend den Schultheißen L. v. Rothenburg als seinen Stellvertreter. U.B. 3, 173.

1226. Die Witwe Irmengard aus Würzburg übergibt zu ihrem und ihres Gemahls Seifried v. Rettersheim (BA. Ochsenfurt) Seelenheil gewisse Güter in Bolshalden und Rettersheim an die Kirche zu Sceftirsheim mit der Bestimmung, daß von den Einkünften jährlich 10 Pelze aus Ziegenfellen für die Klosterfrauen angeschafft, die alten den Armen geschenkt, der Rest aber für Butter und andere Bedürfnisse der Klosterfrauen verwendet werden solle. Unter den Zeugen: Heinrich der Pförtner (in Sch.?) Sifrid Propst in Schäftersheim. U.B. 3, 191.

1230. In einem Sühnvertrag zwischen den Brüdern Gottfried und Konrad v. Hohenlohe wird bestimmt, daß alle Einkünfte ihrer Mutter (Richza, welche wohl im Kl. Schäftersheim lebte Wib. 4, 21.) nach deren Tod ein Jahr lang dem Kloster zu Gute kommen sollen. U.B. 3, 275.

1238. Bischof Hermann v. Würzburg ordnet das Kl. Schäftersheim dem Abt von Zell (Oberzell bei Würzburg) unter. Wib. 2, 43.

1244. Kloster Komburg verkauft seine Güter in Weikersheim und Schäftersheim an Gottfried v. Hohenlohe und seine Erben. U.B. 4.

1245. Pabst Innocenz IV. bestätigt den zwischen dem Abt von Oberzell und dem Kloster Schäftersheim geschlossenen Vertrag über den Umfang, in welchem das letztere jenem untergeben sein soll. U.B. 4.

c. 1250. Kraft v. Rettersheim trägt all sein Eigenthum in Rettersheim, dem Kloster Schäftersheim zu Lehen auf und erhält dasselbe sammt den genanntem Kloster gehörigen Lehen gegen einen jährlichen Wachszins zurück. Unter den Zeugen Sifrid Propst in Sch., Hartmann, Priester, und ganzer Konvent des Klosters. U.B. 4.

1250. Engelhard v. Bebenburg verschreibt mit seiner Gattin den Schwestern zu Schäftersheim den Ort Hummertsweiler (OA. Gerabr.) und 20 Jauchert Waldes zu einem Seelgeräthe und verkauft später an ebendieselben den genannten Ort für 50 Pfd. Hllr. U.B. 4.

1251 s. Harthausen.

| 1253. Nach langem Streit zwischen den Klöstern Schäftersheim und Kreuzfeld (abgeg. bei Schrozberg) vergleichen sie sich dahin, daß die Meisterin und einige Konventualinnen von Kreuzfeld diesen Ort um 21 Pfd. Hllr. an Schäftersheim überlassen, die übrigen Schwestern aber in dieses Kloster übertreten. Wib. 1, 68. 2, 59.

1258. Albrecht v. Hohenlohe stiftet mit dem colonus Eckart von 2 Gütern in Kleinharbach (BA. Uffenheim) eine Gilt von 2 Pfd. Hllr. ins Kloster Schäftersheim zu einem ewigen Licht über seiner Gemahlin Grab. Wib. 4, 14.

1261 s. Queckbronn.

1262. Jutta v. Schillingsfürst bezieht mit Bewilligung des Abts von Oberzell eine Behausung innerhalb der Mauern des Klosters Schäftersheim, wo sie von ihrem Eigenen lebt, auch Dienerschaft und Thiere hat, und vermacht hiefür, sowie zu einem feierlichen Jahrstag mit Bewirtung (consolatio) der Schwestern und Brüder im Refectorium dem Kloster ihre Güter in Röttingen und Oellingen (BA. Ochsenfurt.) Wib. 2, 68.

1262. Ein Streit des Klosters Schäftersheim mit dem Ritter Burkhard v. Amlishagen über einen Wald, der zu des Klosters Hof Vlinsbach (abg. OA. Gerabronn) gehörte, wird durch Verzicht des Ritters erledigt. Siegler: domini nostri (von Kloster Schäftersheim) de Hohenloch et Brunekke. Wib. 2, 70. W. F. 1855, S. 98.

1264. Das Stift Neumünster in Würzburg überläßt den Zehnten zu Schäftersheim, welchen der Ritter Rabo sich angemaßt, nun aber herausgegeben, dem dortigen Kloster. St. 2, 752. Reg. bo. 3, 235.

1275 s. Simmringen.

1277. Heinrich genannt der Kurze und seine Ehefrau Herrat v. Entsee vermachen einige Güter in Höttingen (BA. Ochsenfurt) um ihres Seelenheils willen dem Kloster Schäftersheim. Unter den Zeugen der provisor v. Schäftersheim. Wib. 3, 44.

1279. Adelheid, Gemahlin Konrads v. Trimberg (BA. Hammelburg), welcher gleichfalls geistlich geworden, tritt ins Kl. Schäftersheim ein, nachdem ihr der Bischof v. Würzburg, welchem ihr Gatte Schloß und Herrschaft Trimberg übergeben, ein Leibgeding von 50 Pfd. Hllr., 60 Malter Korn und 4 Fuder Wein jährlich zugesagt. Mon. bo. 37, 496.

1280. Hartwic genannt Sibenere, Bürger in Mergentheim, und seine Ehefrau Riczza stiften ein ewiges Licht in die Deutschhauskapelle daselbst mit dem Beding, daß, falls dasselbe dort vernachläßigt würde, es an das Kloster Schäftersheim kommen solle. Wib. 2, 92.

1288. Gottfried v. Hohenlohe stiftet zum Seelgeräth seiner Gemahlin Elisabeth, geborenen Burggräfin v. Nürnberg, für einen Jahrstag 70 Pfd. Hllr. ins Kl. Schäftersheim. Mon. Zoll. 2, 178.

1288. Burggraf Konrad v. Nürnberg und Agnes seine Gemahlin schenken Einkünfte in Bergel (BA. Uffenheim) und Ickelheim (ebend.) ihrer Tante (Schwester der Mutter) der Äbtissin und dem Konvent zu Schäftersheim. Ebend. 179.

1288 (oder 1289). Gottfried v. Hohenlohe schenkt dem Kloster Schäftersheim eine Hube zu Buchheim (BA. Uffenheim) genannt Schadenhube und den Leibeigenen Gozwin gen. Hunthezze v. Buchen mit seinen Kindern, ausgenommen seine Tochter Adelheid; ertheilt | auch dem Kloster Freiheit von aller Auflage, Beed, Fron, Dienst, Bannwein und Herberge auf seinen Leuten und Gütern in Buchheim. Ötter 1, 57. Wib. 1, 134. 4, 47. Hanß. 2, 279. (nach letzterem geschah es 1289.)

1293. Der Predigerordens-General gewährt den Klosterfrauen zu Schäftersheim Antheil an allen guten Werken seines Ordens. Wib. 2, 120

1293. Otto v. Röttingen und seine Töchter Hedwig (s. 1300.) und Juta überlassen, mit Einwilligung Krafts v. Hohenlohe, die Hälfte ihres Hofs in Leuzenbronn dem Kl. Schäftersheim. Wib. 2, 121.

1294. Elisabeth Gräfin v. Wertheim, Witwe Gottfrieds von Hohenlohe, schenkt dem Kl. Schäftersheim zu einem Jahrstag für ihren verstorbenen Gatten eine Hube zu Herchsheim (BA. Ochsenfurt.) Wib. 2, 123.

1300. Helich und Jutte, Otto’s v. Röttingen Töchter, vermachen das Gut zu Leuzenbronn (BA. Ochsenfurt) dem Kl. Schäftersheim. Wib. 2, 243.

1300. Der Abt des Benedictinerklosters St. Burkart in Würzburg schenkt Äcker, welche Herr Sifrid selig, genannt v. Hohenlohe, Benedictiner im Kloster Auwe (Aub?), besessen, dem Kl. Schäftersheim mit dem Beding, daß der Ertrag seiner (des Abts) Bruderstochter Burgswind v. Bloach (Blaubach OA. Gerabronn) solange sie lebt zukommen soll. Wib. 2, 245.

1303. Kraft v. Hohenlohe ertheilt dem Leibeigenen des Kl. Schäftersheim, Heinrich Übelacker in Rettersheim, einen Schutzbrief. Wib. 2, 247.

c. 1303. Gotfr. de Scheftersheim miles trägt von Würzburg Güter in Tauberrettersheim zu Lehen. Arch. d. h. V. v. U. Fr. XXIV, 1, 125.

1307. Kl. Schäftersheim verkauft Eigenthum zu Buchheim im Rangau (s. 1288) an Lupolt Horenberg Bürger zu Rothenburg. Unter den Zeugen: Bruder Heinrich unser Probst zu Schäftersheim und Bruder Hermann daselbst. Wib. 2, 227.

1313. Konrad der Alte, Burggraf v. Nürnberg, vermacht seiner Tochter Frau Agnes zu Schäftersheim 100 Pfd. Hllr. von den Zehnten zu Ipsheim und Ickelheim (BA. Uffenheim.) Mon. Zoll. 2, 312.

1313. Konrad v. Hohenlohe und seine Ehefrau Elsbeth verkaufen Gilten zu Schäftersheim und andern Orten an DO. W. F. 1848. II. S. 12.

1313. Götz v. Schäftersheim, Ritter, Zeuge in einer Hohenlohischen Urk. Hanß. 1, 431. (Vgl. W. F. 6, 90: Fr. Gorfridus de Scheftersheim im Anniversar der Deutschhauskapelle zu Merg.)

1315. Konrad v. Schäftersheim, Ritter. Wib. 4, 110.

1316. Lupolt Horenburg, Bürger zu Rothenburg, und seine Ehefrau (s. 1307) stiften ins Kl. Schäftersheim für ihre Tochter Elisabet zu Schäftersheim. Wib. 2, 227.

1319. Konrad v. Neideck (OA. Öhringen), Domherr zu Würzburg, vermacht dem Kl. Schäftersheim wie auch denen in Lauffen, Lichtenstern, Gerlachsheim etc. je 10 Pfd. Hllr. zu einem Jahrstag. Abh. d. hist. Kl. d. Münch. Ak. 13, 3, 109.

| 1320. Kloster Schäftersheim verkauft an den DO.sbruder Gottfried, Burggraf v. Nürnberg, 1 Pfd. Hllr. Gilt von den Gütern in Schäftersheim um 10 Pfd., zu einem Jahrstag für Konrad Burggraf v. Nürnberg und seine Gemahlin Agnes. St.A.

1321. Konrad v. Hohenlohe und seine Ehefrau Elisabet machen eine Stiftung ins Kl. Schäftersheim. Wib. 2, 227.

1322. Das Stift Neumünster in Würzburg gestattet seinem Hofbauern C. dicto in monte, einige Äcker und Wiesen mit Kl. Schäftersheim zu vertauschen. Wib. 2, 264.

1323. Ulrich v. Hanau vermacht mit Bewilligung seiner Ehefrau Agnes v. Hohenlohe dem Kl. Schäftersheim 10 Mark und den Töchtern seiner Ehefrau in Schäftersheim 5 M. Wib. 2, 266.

1324. Meisterin und Konvent zu Schäftersheim verpflichten sich für eine vom Kl. Lochgarten übernommene Stiftung die wöchentliche Messe fortan in der Kapelle zu Lochgarten sprechen zu lassen. Wib. 2, 269.

1324. Bruder Gottfried v. Schäftersheim Komthur des Deutschen Hauses zu Heilbronn. Reg. bo. 6, 131.

1325. Priester Raban v. Neuenstein verkauft dem Kl. Schäftersheim etwas zu Sichertshausen (OA. Gerabronn.) Wib. 2, 228.

1325. Ebenso Bertold v. Gattenhofen etwas in Rödelsee (BA. Kitzingen.) Ebend.

1327 und 1328. Ebenso Hermann und Ulrich v. Mulfingen (Hohbach) und ihre Ehefrauen. Ebend.

1328. Kunigund v. Kennenkeim, Gottfried Scheers Tochter von Adelhofen (BA. Uffenheim) stiftet ein Seelgeräthe an das Kellneramt zu Schäftersheim, gelegen in der Klostergassen. Wib. 2, 229.

1329. Heinrich v. Morstein (OA. Gerabronn) verkauft an Kl. Schäftersheim. Ebend. 230.

1334. Ebenso Eitel Hundlin v. Grünsfeld (BA. Tauberbischofsheim.) Ebend.

1334. Desgleichen Reimar Krummelin v. Bütthardt (BA. Ochsenfurt.) Ebend.

1335. Ebenso Konrad v. Aschhausen (BA. Künzelsau.) Ebend.

1338. Desgleichen Ulrich v. Mulfingen. Ebend. 231.

1338. Ludwig v. Hohenlohe macht eine ansehnliche Stiftung ins Kl. Schäftersheim auf seinen Ämtern Uffenheim, Entsee (BA. Rothenburg) und Gelchsheim (BA. Ochsenfurt.) Wib. 4, 48.

1339. Bruder Konrad, Schaffner des Kl. Schäftersheim, stiftet etwas an den Rewenter (Refectorium) und für jeden der Kapläne zu einem Jahrstag. Wib. 2, 231.

1339. Wiprecht Taube verkauft dem Kl. Schäftersheim in Sichertshausen (s. 1325.) Ebend.

1342. Heinrich v. Morstein verkauft an Kl. Schäftersheim. Ebend. 232.

1343. Ebenso Ulrich Schad, desgleichen Johann v. Thierbach (OA. Gerabronn.) Ebend. 232 f.

1344. Ebenso Lupolt des Truchsessen Witwe und Kinder. Ebendaselbst 233.

1345. Ebenso Walter Clieber; desgleichen Alhus Stegerwald etwas zu Vorbachzimmern. Ebend.

| 1345. Kraft v. Hohenlohe und seine Ehefrau Anna schenken etwas der Klosterfrau Anna, Dietrichs v. Zimmern Tochter. Ebend.

1346. Johannes Tuberer und Friedrich der Stadtschreiber zu Rothenburg stiften 25 Pfd. Unschlitt jährlich ins Kl. Schäftersheim. Wib. 2, 234. W. F. 7, 34.

1347. Lupolt v. Bebenburg, Kanonikus in Würzburg, sein Bruder Friedrich, Johanniter, ihr Neffe Engelhard, Walther Kuchenmeister v. Nortenberg, Vormund der Kinder Rudolfs sel. v. Bebenburg, beurkunden das Seelgeräthe, welches dieser Rudolf bei Lebzeiten für sich und seine 2 Frauen ins Kl. Schäftersheim gestiftet hat. Wib. 2, 234.

1351. Konrad v. Bolzhausen (BA. Ochsenfurt) verkauft an das Kl. Schäftersheim. Ebend. 235.

1354. Ebenso Rüdiger Steinsfeld ein Viertel des Holzes, das genannt ist der Fockenloch. Ebend.

1355. Die Klosterfrauen beurkunden eine (ältere?) Anordnung Herrn Johanns v. Bloach, Abts zu St. Burkart in Würzburg (siehe 1300) wornach St. Dorotheen Tag alljährlich wie eines der obersten Feste begangen werden soll. Ebend.

1358. Anna v. Seinsheim (BA. Kitzingen), bisher Klosterfrau zu Schäftersheim, erhält die Hellergilt, welche sie in das Kloster zu einem Almosen gegeben hatte, zurück. Ebend. 236.

1360. Kraft v. Hohenlohe und seine Ehefrau Anna stellen den Geistlichen ihrer Herrschaft Weikersheim, darunter dem Pfarrer von Schäftersheim, einen Schutz- und Schirmbrief für Leib und Gut aus. Wib. 2, 302.

1362. Pabst Urban V. befiehlt dem Scholaster des Stifts Neumünster in Würzburg, dem Kl. Schäftersheim zu seinen ausstehenden Zinsen zu verhelfen. Wib. 2, 306.

1363. Hermann Treuwelin zu Weikersheim und seine Ehefrau Katharina verpfänden an Kl. Schäftersheim einen Weingarten in der Monluch gelegen nebst einer Gilt von 1 Hllr. W. F. 5, 221.

1365. Kl. Schäftersheim verpflichtet sich zur Stellung eines Trägers des von dem Hochstift Würzburg lehenbaren Weilers zu Seen, zwischen Schäftersheim und Strüth, den es von Gerung Truchseß gekauft. Mon. bo. 42, 400.

1366. Johann v. Schäftersheim Custos des Chorherrnstifts Öhringen. Wib. 2, 309. Derselbe stirbt 1369. Ebend. 145.

1366. Götz v. Schäftersheim, bisher etliche Jahre Amtmann des Stifts Neumünster zu Gaurettersheim (BA. Ochsenfurt.) Reg. boica 9, 151.

1367. Dem Kl. Schäftersheim wird durch einen Urtheilsbrief (von wem?) der ruhige Besitz seiner Güter und Gilten zu Lochgarten und Umgegend versichert. Wib. 1, 91.

1369. Hansen v. Schäftersheim Lehensträger über die Kemenate zu Tauberrettersheim (BA. Ochsenfurt) sind Arnold v. Rhein und Gottfried v. Leuzenbrunn. Biederm. Ottenw. 385.

1373. Dietrich Lesch v. Amlishagen Kl. Schäftersheimscher Lehensträger. Wib. 2, 237.

1375. Bischof Gerhard v. Würzburg empfiehlt Dorothea, Tochter Konrad Geyers, zur Aufnahme ins Kl. Schäftersheim. Wib. 2, 319.

| 1385. Sifrit v. Karlstadt, Kaplan des Klosters Schäftersheim stiftet einen Jahrstag. Wib. 2, 238.

1387. Kl. Schäftersheim und Stift Neumünster in Würzburg vereinigen sich hinsichtlich des Drittheils Zehnten zu Schäftersheim dahin, daß ersteres dafür dem Stift jährlich 14 Malter Korn, 6 Gulden und 15 Eimer Wein geben soll. Reg. bo. 10, 208.

1401. Katharina v. Rebstock, Meisterin, Anna v. Mörlsheim, Irmentrut v. Berlichingen, Hiltegart v. Seinsheim, Margaret Zehin, Katharin vom Biber Schwestern zu Schäftersheim. Wib. 2, 238.

1403. Zu der von Konrad v. Weinsberg und seiner Gemahlin Anna v. Brauneck gestifteten Bruderschaft (s. Weikersheim) gehört auch der Pfarrer v. Schäftersheim. Wib. 1, 128.

1403. Die Nicolaikirche zu Schäftersheim wird von ihrem Verband mit Weikersheim gelöst. Wib. 4, 110.

1404. Elsbet Zobelin, bisher Klosterfrau in Schäftersheim verzichtet bei ihrem Übertritt in ein anderes Kloster auf alle Ansprüche in Schäftersheim. Wib. 2, 243.

1414. Vertrag zwischen Kl. Schäftersheim und der Gemeinde Tauberrettersheim wegen der Pfarrei an letzterem Ort. Wib. 1, 182.

1415. Vertrag zwischen dem Kl. Schäftersheim und dem Stift Neumünster in Würzburg wegen der exceptio. Wib. 3, 115.

1419. Der Subcollector des Bischofs v. Passau, welcher mit Bewilligung des Pabstes für König Sigismund den zehnten Theil der kirchlichen Einkünfte in der Diözese Würzburg zu erheben hatte, bescheinigt den Empfang von 6 fl. rhein. Gold als Antheil von Kl. Schäftersheim. W. 4, 65.

1422. Konrad v. Weinsberg, Gemahl einer Hohenlohe-Brauneck, verpfändet mit andern Orten der Gegend auch Schäftersheim an Mainz und Würzburg. Ludewig, Rel. msc. 12, 615.

1423. Konrad v. Weinsberg verkauft sein Viertel der Vogtei in Schäftersheim und andern Orten an den Pfalzgrafen Otto unter Vorbehalt des Rückkaufs. O. R. 9, 434.

1434. Rudolf v. Thierberg (OA. Künzelsau) begütert in Schäftersheim. W. F. 5, 238.

1437 s. Simmringen.

1441. Hans Schmit zu Schäftersheim verschreibt dem Johanniter-Komthur in Mergentheim Marquard v. Melchingen 30 fl. rh. Gold. W. F. 8, 278.

1446. Peter Unger, Kleriker, stiftet eine Frühmesse in Schäftersheim, deren Kollatur laut Bischöflich-Würzburgischem Konfirmationsbrief nach des Stifters Tod an Hohenlohe kommen soll. Wib. 1, 176.

1481 f. Bischof Rudolf v. Würzburg legt dem Kl. eine Türkensteuer auf, und thut es, weil dasselbe, gleich dem Kl. Gnadenthal, die Steuer verweigert, in den Bann. Pabst Sixtus IV. übergibt die Sache dem Dechant der Kirche zum h. Geist in Heidelberg zur Untersuchung. Wib. 1, 78. 2, 371. 3, 179.

1483. Hierauf kommt zwischen dem Bischof und dem Kl. ein Vertrag zu Stande, durch welchen der Bischof auf die Steuer verzichtet und die Prozeßkosten von beiden Theilen getragen werden. Wib. 3, 184.

1525 s. oben S. 277 ff.

| 1526. Die Äbtissin v. Schäftersheim fragt bei den Grafen Georg und Albrecht v. Hohenlohe an, wie sie sich in Betreff einer von Würzburg ergangenen Auflage verhalten soll. Wib. 3, 291.

1528. Kl. Schäftersheim verkauft seinen Antheil an dem Hof zu Lochgarten an Hohenlohe. Wib. 1, 91.

1540. Auf Befehl der Meisterin wird ein alt Pferd um 1 fl. verkauft. W. F. 6, 495.

1541. Graf Wolfgang setzt den ersten evangelischen Geistlichen in Schäftersheim ein. Wib. 1, 342.

1543. Apollonia v. Külin verläßt das Kloster, in welchem noch bleiben: Sibylla v. Rhein, Meisterin, Margareta v. Dottenheim, Probstin, und Barbara v. Mulfingen. Wib. 1, 343.

1545. Graf Wolfgang schreibt an den Bischof v. Würzburg, daß er mit Mühe Pfarrverseher gen Nassau und Schäftersheim gebracht habe. Wib. 3, 332.

1547. Der Bischof v. Würzburg legt dem Kl. eine Steuer auf, die Äbtissin Sibylla v. Rhein verweigert sie. Wib. 3, 361.

1550. Die Herrschaft reicht den Klosterfrauen Geldpfründen, jeder ein Seidelein Öl alle Quatember, in der Fasten täglich einen Häring, auch Fische in den 4 Fasten und zu den Fladen an Ostern Käse. W. F. 6, 495.

1553. Die letzte Meisterin von Schäftersheim stirbt, mit Hinterlassung eines Sohnes, der Schulmeister in Neuenstein ist und mit 50 fl. abgefertigt wird. Wib. 1, 343.

1555. Bei der Hohenlohischen Haupt-Landestheilung fällt die Schutzherrlichkeit über das Kl. Schäftersheim an Neuenstein. Fischer. Hohenl. Gesch. 2, 4.

1568 ist von einem eingefallenen Kirchthurm die Rede. W. F. 6, 494.

1570 ff. Bedeutende Bauveränderungen am Kl., Abbruch und Veräußerung etc. Einrichtung einer herrschaftlichen Ökonomie. Ebendaselbst 495.

1582. Die Herrschaft baut ein „Narrenhäuslein (Ortsgefängnis) weil so groß Unordnung, Frevel und Muthwillen fürgegangen, die Gemeind aber arm und solches nicht bauen können.“ Ebend. 494.

1584. Der Bischof v. Würzburg verlangt Subsidien wegen des eingezogenen Klosters; die Herrschaft verweigert sie und das Kammergericht erkennt seine Klage als unstatthaft. Wib. 1, 713.

1587. Der Pfarrer v. Schäftersheim versieht 7 Jahre lang zugleich die zweite Pfarrstelle in Weikersheim. W. F. 6, 494.

1629. Würzburg verlangt die Zurückgebung des Klosters sammt der Pfarrei und Frühmesse;

1630 kommt es zur Exekution; eine Kompagnie Kürassiere kommt nach Schäftersheim; wegen Ruinirung der Kirche im Bauernkrieg werden 18.000 fl. oder Neubau derselben gefordert; 3 Mönche werden ins Kloster gesetzt, Einkünfte des Klosters in Buch am Rain und Bischofsheim in Arrest gelegt, die Würzburgischen Unterthanen auf Hohenlohischem Gebiet des Gehorsams entbunden, des Dorfes Schäftersheim Unterthanen ihrer Pflicht entlassen und an Würzburg verwiesen, der Schutz des Klosters für Würzburg beansprucht, dem Pfarrer jede | pfarrliche Verrichtung untersagt, Pfarrei und Frühmesse dem Abt v. Oberzell übergeben. Wib. 1, 717 f. 4, 295.

1631. Der Prior Christof im Kl. Schäftersheim nimmt, da er das schwedische Schießen in Würzburg hört, die Flucht und legt einem Hohenlohischen Rath gegenüber, welchem er begegnet, die Schuld alles Unglücks auf die Jesuiten. Ein Laienbruder Adam, welcher bei ihm gewesen, wird wieder Schneider. Wib. 4, 295 f.

1648 s. oben S. 289 ff.


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