Allgemeines Deutsches Kommersbuch:291

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Schauenburg:
Allgemeines Deutsches Kommersbuch
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[580]

     7. (Leise.) Perkêo ward begraben. — Um seine Kellergruft beim leeren
Riesenfasse weht heut noch feuchte Luft. (Langsam anschwellend) Und wer als
frommer Pilger frühmorgens ihr genaht: Weh ihm! Als Weinvertilger
durchtobt er nachts die Stadt!

J. V. Scheffel. 1846.


          643.     Sichelhenke.     (II. 120.)

     Mäßig. Vinzenz Lachner.

     1. Daß ich um die A=bendstund heu=te dein ge=den=ke,
     2. Dei=ne Wangen rot entflammt mein ich schier zu schau=en,

     das hat sei=nen gu=ten Grund: heut ist Si=chel=hen=ke,
     und dem Schreiber von dem Amt ist nicht recht zu trau=en,

     heut ist Si=chel=henke. Heu=te springt das jun=ge Blut
     ist nicht recht zu trauen. Auch der jun=ge Jä=gerknecht

     um die Lin=de mun=ter, und ich weiß es nur zu gut,
     läßt nichts Gut=tes hof=fen. Wenn nur dei=ne Mut=ter recht

     du bist mit=ten drun=ter, du bist mit = = ten
     hält die Au=gen of=fen, hält die Au = = gen

     drunter.
     of=fen!      3. Ahnungsvoll und sorgenschwer kam ich in die
[581] Schen=ke, daß ich mei=ner Sorgen Heer hier im Wein er=
tränke, hier im Wein er=tränke. Bis zum er=sten Hahnen=schrei
sitz ich bei den Fäs=sern. Mö=ge Gott uns al=le zwei
bes=sern, bes=sern, bes = = sern, bes=sern!

Rud. Baumbach.


          644.     Bierlala.

     Etwas rasch.

     1. Der Bierla=la war der einz’ge Sohn von all sei=nes Vater sein’m
Gut. Du bist mein Sohn und all mein Gut, sieh du nur
zu, wie du’s ma=chen thust. „’s recht!“ seggt Bier=la=la, comme ça! „’s
recht!“ seggt Bier=la=la.