Das Fagot

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Textdaten
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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Das Fagot
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen.
S. 78–79
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max & Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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Das Fagot.


Viel wird in der Welt geblasen:
Stolze, hochgetrag’ne Nasen
Blasen Anspruch vor sich her,
Als wenn alles Andre schlechter,

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Und als wenn des Windes Pächter

Die gerümpfte Nase wär’.

Mit der Kleinen dünnen Gaben,
Mit den kleinsten Pfeifen haben
Diese Nasen es gemein;

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Denn die dünnen Pfeifen eben,

Ja die Kleinsten, in dem Leben
Grad’ am allertollsten schrein.

Dieses Blasen, Pfeifen täglich
Wär’ im Leben unerträglich,
Hätte nicht der Winde Gott

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Auch noch ernste, tiefe Geister,

Unter andern nicht den Meister
Edler Tiefe, das Fagot.

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Haltung bringt es, Ernst und Milde,

Ruh’ und Eintracht in die wilde,

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Kecke Pfeifenraserei.

Und, als wenn ein Geist drin schliefe,
Giebt dem Tonwerk es durch Tiefe
Der Bedeutung Grund und Weih’.

Tönet es allein, dann wallen,

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Wie in ernsten Kirchenhallen,

Stimmen jener Welt dich an.
Über flachen Sinn der Tage
Tönet dir die tiefe Klage,
Trägt der Traum dich himmelan.