Das Mägdekreuz und der Pfaffensteig bei Ruttersdorf

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Das Mägdekreuz und der Pfaffensteig bei Ruttersdorf
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. Anhang: Die Sagen des Herzogthums Sachsen-Altenburg, S. 393–394
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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88) Das Mägdekreuz und der Pfaffensteig bei Ruttersdorf.
S. Altenb. Kirchengalerie Abth. II S. 94.

In der Nähe des zur Ephorie Roda gehörigen Dorfes Ruttersdorf befindet sich auf einer Anhöhe ohnweit der Cursdorfsmühle eine Stelle, das Mägdekreuz genannt. Hierüber erzählen Einige, daß eine von gedachter Mühle des Nachts zurückkehrende Magd von einer männlichen Person zu Tode gemißhandelt, Andere, daß sie von einem Wildschweine auf schreckliche Weise getödtet worden sei.

Inmitten der erwähnten und der Neumühle ist der sogenannte Pfaffensteig, ein Weg, der früher die hiesigen Geistlichen zu ihren Filialen Mörsdorf und Möckern geleitete, und auf welchem im J. 1606 der damalige Pastor Seidemann von zwei hiesigen Gemeindemitgliedern, Namens Winkler, welche sich durch eine Predigt beleidigt fühlten, feindselig verfolgt und beinahe ermordet worden wäre. Diese beiden Männer hatten wirklich nach ihrer Aussage auf dem Sterbebette [394] den festen Entschluß gefaßt, ihren Geistlichen zu tödten, doch er wurde mit Gott durch seinen Muth gerettet.