Das Münster

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Textdaten
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Autor: Heinrich Schreiber
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Titel: Das Münster
Untertitel:
aus: Die Volkssagen der Stadt Freiburg im Breisgau, S. 15–16
Herausgeber: Heinrich Schreiber
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1867
Verlag: Franz Xaver Wrangler
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Erscheinungsort: Freiburg
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Originalherkunft:
Quelle: UB Freiburg und Commons
Kurzbeschreibung:
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7. Das Münster.

(„Geschichte und Beschreibung des Münsters zu Freiburg.“ 1820. Duodez. Bei Wagner. – „Denkmale deutscher Baukunst des Mittelalters am Oberrhein.“ Zweite Lieferung. Textheft mit vierzehn lithographirten Blättern in Groß-Folio. II. Aufl. 1829. Bei Herder.)


Wo sich am Schwarzwald Freiburg hebt,
Da ist ein Bau zu schauen,
In dem die alte Größe lebt,
Ein Schmuck den deutschen Gauen.

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Sein Haupt so stolz, so wunderkühn,

Zum Lichte hoch gehoben;
Wie prangt es in der Sonne Glüh’n,
Wie prangt es sternumwoben!

Wie schlingt sich freudig das Gestein,

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Umarmen sich die Glieder! –

So strahlet herrlich, hell und rein
Das deutsche Leben wieder.

Und strebt herauf durch Drang und Zeit,
Muß himmelan sich ringen,

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Und schafft ein Werk der Ewigkeit,

Und laßt sich nicht bezwingen.

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Die Massen schwinden, staunend blickt
Der Wanderer nach oben,
Er folgt dem Meister hoch entzückt,

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Kann nicht genug ihn loben.


Das ist der deutsche Geist! So fliegt
Er über Nacht und Schatten;
So hat er, was ihn hemmt, besiegt,
Und wirket ohn Ermatten.

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So lebt er ewig neu und jung

In dem, was er geboren,
Und weiß von keiner Aenderung,
Und bleibet unverloren.

(H. Schreiber.)