Das Paradies zu Zwickau

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Das Paradies zu Zwickau
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. S. 6–7
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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[6]
607) Das Paradies zu Zwickau.
Poetisch beh. v. Ziehnert Bd. III. S. 31 sq.

Jenseits der Mulde, an der Straße, die von Zwickau [7] nach Chemnitz führt, befindet sich noch heute ein Gasthof, zum Paradies genannt, der ehedem aber das Ochsenhaus oder der Rathsweinkeller hieß und seinen Namen von seiner schönen Lage und den herrlichen Linden, die in seiner Nähe stehen, erhalten haben soll. Nach einer unverbürgten Sage rührt aber derselbe davon her, daß, als Luther einst zu Zwickau war und seine Predigten solchen Eindruck auf das Volk machten, daß dasselbe endlich das Kloster oder den Grünhainer Hof stürmte, die Mönche eines Abends Luthern zu einem angeblichen Kranken in eine entlegene Straße lockten, um ihn zu ermorden. Es gelang jedoch dem großen Reformator, sich ihren Händen zu entreißen und in ein offenstehendes Haus zu flüchten, zu dessen Besitzer er sagte, dies Haus sei für ihn ein wahres Paradies geworden, und davon habe dasselbe den Namen behalten.