Das erste Schillerdenkmal in Tirol

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Titel: Das erste Schillerdenkmal in Tirol
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aus: Die Gartenlaube, Heft 10, S. 170
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1873
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Blätter und Blüthen
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[170] Das erste Schillerdenkmal in Tirol hat, wie man uns aus Meran schreibt, der Dichter des „Liedes vom neuen deutschen Reich“, Oscar von Redwitz, aufgestellt. Derselbe hat sich bekanntlich seit vorigem Herbst in Meran dauernd niedergelassen und daselbst am Obermaiser Kirchsteig eine Besitzung käuflich erworben, welcher er nach vollendetem Ausbau den Namen „Schillerhof“ gegeben hat. Dem großen Dichterfürsten zu Ehren, steht nun dessen Kolossalbüste, aus fleckenlosem Carraramarmor in doppelter Lebensgröße gebildet, auf granitenem Postament in der Gartenanlage zwischen immergrünem Strauchwerk, von den Hochalpen umragt, in einer wahrhaft imposanten Landschaft voll Majestät und harmonischer Schönheit. Die meisterhafte Büste ist von den kunstfertigen Händen Kaspar Zumbusch’s modellirt worden – desselben, dem München nach sechsjähriger angestrengter Arbeit des Künstlers noch in diesem Herbste sein großartiges König-Max-Denkmal verdanken soll und der unter den deutschen Bildhauern jetzt wohl in erster Reihe genannt wird. – Nun haben auch hier Dichter und Bildhauer vereint ein Werk geschaffen, das ihnen Beiden gleich zur Ehre gereicht; seine Aufstellung aber begleiten auch wir mit dem aufrichtigen Wunsche, daß dieses lorbeergekrönte, an der Grenzmark deutscher Sprache und deutscher Sitte ragende Schillerdenkmal unangetastet und unentweiht fortan stehen möge, ein würdiges Symbol jener leuchtenden Ideen, als deren erhabenen Träger wir Schiller immer verehren und die – wir sind dessen gewiß – eine bleibende Wohnstätte auch in den schönen Thälern Tirols noch finden werden.