Denksprüche von D. Sanders (Die Gartenlaube 1890/22)

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Textdaten
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Autor: D. Sanders
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Titel: Denksprüche von D. Sanders
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 22, S. 688
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1890
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[688]
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Denksprüche von D. Sanders.

     Todesscheu.
„Leben, o köstliches Glück!“
Jubelt es hier; doch zurück
Tönet von dort es: „O Tod!
Retter aus Elend und Not!“

Aber auch elend, wie sehr!
Trennt man vom Leben sich schwer,
Bangt vor dem Ende des Seins
Oder dem Ende des Scheins.


     Der gute Stiel.
„Wie schreib' ich einen guten Stiel?“
So fragt den Meister der Geselle.
„Kein Wort zu wenig, keins zuviel
Und jedes an der rechten Stelle.“


     Die wahrhaft Jungen.
„Wer sind die wahrhaft Jungen?“ Das sind
               die Alten,
Die trotz der Jahre sich jung erhalten.


     Ohne Scheu.
Ohne Scheu durchregnen läßt
Der sich, der schon ganz durchnäßt.


     Der Böse.
Der Kohle gleicht eine böser Mensch, drum fern
          von ihm dich halt'!
Die Kohle brennt dich, wenn sie heiß, und schwärzt
          dich, wenn sie kalt


     Anrecht auf beiden Seiten (russisch).
Unrecht, Bär, hast du,
Daß du fraßest die Kuh;
Doch ist der Kuh recht geschehn,
Was braucht sie auch in den Wald zu gehen.


     Weisheits- und Thorenschule.
Unglück ist die Weisheitsschule;
Doch der Mensch ist solch ein Thor.
Daß er schon seit Adams Zeiten
Zieht die Thorenschule vor.