Der Bismarckturm auf dem Zeigerheimer Berge bei Rudolstadt

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Titel: Der Bismarckturm auf dem Zeigerheimer Berge bei Rudolstadt
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 10, S. 324
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Die Gartenlaube (1899) b 0324.jpg

Der Bismarckturm bei Rudolstadt.
Nach einer Photographie von L. Kaysser in Rudolstadt.

Der Bismarckturm auf dem Zeigerheimer Berge bei Rudolstadt. (Mit Abbildung.) Die Anregung der deutschen Studentenschaft, überall im Reiche Feuersäulen zu Ehren Bismarcks zu errichten, wurde von den Mitgliedern des Vereines „Rudolstädter Abend“ in Rudolstadt (Thüringen) mit Begeisterung aufgenommen. Ende vorigen Jahres faßte der Verein den Beschluß, den Gedanken baldigst aus eigenen Mitteln zu verwirklichen. Man ging rüstig ans Werk und stellte auf dem Zeigerheimer Berge die erste Bismarckfeuersäule bis zum 1. April dieses Jahres fertig. Sie erhielt die Gestalt einer kleinen Ritterburg, die aus einem Turm von 9½ m Höhe und 3½ m Stärke und einem 4 m hohen und 3 m langen Anbau besteht. Das Ganze ist massiv aus Kalkstein nach einem Plane des Architekten Schinzel errichtet. Die Plattform des Turmes ist aus Beton gewölbt, mit Zement ausgelegt und zur Aufnahme des Brennmaterials bestimmt. In dem Anbau befindet sich ein heizbarer Raum, der von den Mitgliedern des Vereins als Schutzhütte auf ihren Ausflügen benutzt werden soll. An der Nordseite des Turmes prangt auf Sandstein gemeißelt das Wappen des Fürsten Bismarck. Von den Zinnen der Burg bietet sich ein prachtvoller Ausblick. Nach Osten zu breitet sich das liebliche Saalethal, während im Westen die waldgekrönten Höhen der Schwarza das Landschaftsbild abschließen. – Am 1. April, dem Geburtstag des Altreichskanzlers, fand die Einweihungsfeierlichkeit des Bismarckturms statt. Da der Beton noch nicht erhärtet war, mußte man davon absehen, das Feuer auf der Plattform des Turmes anzuzünden. Dafür wurde vor dem Bau ein mächtiger Scheiterhaufen errichtet und mit Anbruch der Dunkelheit in Brand gesetzt. Himmelan loderten die Flammen empor und leuchteten weit in das Thüringer Land hinein. Die erhebende Feier bestand in Absingen patriotischer Lieder, Festreden und Deklamationen, schließlich wurde der Turm bengalisch beleuchtet und ein Feuerwerk abgebrannt. Von dem „Ausschuß der deutschen Studentenschaft“ traf ein Glückwunschtelegramm ein.