Der Feuermann bei Baruth

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Der Feuermann bei Baruth
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. S. 269–270
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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857) Der Feuermann bei Baruth.

Auf dem 1½ Meile von Budissin in der Nähe von Baruth gelegenen sogenannten Schaafberge zeigt sich in der Andreasnacht zur gewöhnlichen Geisterstunde ein Feuermann, welcher weit und breit seine prasselnden Flammen schleudert. Hier ist in einer großen eisernen Truhe ein unermeßlicher Schatz vergraben, auf welchem Behälter eine kleine Schatulle von Ebenholz mit Elfenbein ausgelegt steht. Ein Graf von Gersdorf, Besitzer dieses Gutes, ließ in der letzten Hälfte des 17. Jahrhunderts unter Leitung eines sachkundigen Jesuiten [270] daselbst nachgraben. Nach langer Mühe stieß man endlich auf die Truhe, worüber man sofort dem Grafen Bericht erstattete. Dieser begab sich sogleich an den bezeichneten Ort und sah mit seinen eigenen Augen die Truhe und Schatulle, auf derselben aber ein zusammengerolltes Papier, welches er wegzunehmen befahl. Darin stand aber: „Wer dieses Kistchen öffnet, dem kostet es seinen erstgeborenen, und wer sich dieser Lade bemächtigt, seinen zweiten Sohn.“ Der Graf, welcher nur zwei Söhne hatte, die er gleichartig liebte, erschrak heftig, ließ die Grube wiederum verschütten und der Schatz blieb ungehoben.