Der Hirsch zu Wertheim

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Bernhard Baader
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Der Hirsch zu Wertheim
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch II, S. 650
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Karlsruhe
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons, Google
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[650]
Der Hirsch zu Wertheim.

Im vorigen Jahrhundert geschah es, daß sich ein Hirsch zum alten Bergschloß in Wertheim verirrte. Fürst Karl Thomas ersah ihn aus seiner Hofhaltung im Thale, und streckte ihn, als er eben über einen Rebstock sprang, durch einen Schuß aus dem obersten Stockwerk zu Boden. Wegen dieses gelungenen Schusses gab der Fürst seiner Dienerschaft ein Fest, wobei der Hirsch verzehrt wurde; auch ließ er auf dem Platze, wo derselbe gefallen, das Standbild eines Hirsches, der über einen traubenvollen Weinstock setzt, errichten. Dieses steht noch heute; der Graben heißt davon der Hirschgraben und dessen Thor das Hirschthor.

(Nach mündlicher Ueberlieferung mitgetheilt von Bernh. Baader in Mone’s „Anzeiger etc.“ Jahrg. 1838.)