Der Hund ist toll!

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Textdaten
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Titel: Der Hund ist toll!
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 46, S. 507-508
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1853
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
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[507] Der Hund ist toll! In der vergangenen Woche wurde in London eine Bande jugendlicher Diebe verhaftet, die sich einen ganz neuen, wirklich scharfsinnigen Plan für ihre Operationen ausgesonnen hatte. Drei oder vier von der Gesellschaft wandern zusammen durch die Straßen, nebenher läuft ein großer Hund, dessen Ansehen schon hinreicht, eine furchtsame Seele in Angst zu setzen. Wo eine Hausthür offen steht, springt der Hund auf ein gegebenes Zeichen in das Haus, läuft Trepp’ auf und Trepp’ ab, die Bewohner, namentlich die Frauenzimmer, in Furcht versetzend. Letztere [508] wird noch gesteigert durch das Geschrei der Jungen, die dem Hunde nacheilen und laut ausrufen: „Er ist toll! Nehmt Euch in Acht, er wird beißen!“ Einer der Jungen, der sich den Anschein besonderer Verwegenheit giebt, setzt dem Hunde nach und zerrt ihn glücklich auf die Straße. Während die Bewohner des Hauses meist rasch in ihre Zimmer flüchten, haben die jugendlichen Gauner die schönste Gelegenheit, sich nach werthvollen Gegenständen umzuschauen und sie zu entführen. Bis sich bei den Bewohnern die Aufregung und der Schrecken so weit gelegt haben, daß sie den Verlust entdecken, sind die Diebe bereits in Sicherheit und wiederholen in einem andern Stadttheil dasselbe Manöver. Die Ausbeute in der ersten Woche soll eine ergiebige gewesen sein. Für die Zukunft werden die jungen Spitzbuben freilich etwas Anderes erfinden müssen, denn die Polizei ist ihnen stark auf den Fersen.