Flora im Winterkleide

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Titel: Flora im Winterkleide
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 46, S. 507
Herausgeber: Ferdinand Stolle
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1853
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[507] Flora im Winterkleide. so heißt ein von dem Verfasser der „Briefe aus der Menschenheimath,“ Professor Roßmäßler, soeben erschienenes Buch, auf das wir unsere Leser, die an den schönen „Briefen“ unseres Blattes schon lange ihre Freude hatten, hiermit aufmerksam machen wollen. Für die meisten Freunde der Natur, besonders die Botaniker, fällt mit dem letzten Baumblatte und mit Beginn des Winters eine Scheidewand nieder zwischen sie und der Pflanzenwelt, welche erst von dem Schneeglöckchen wieder hinweg geläutet wird. Roßmäßler reißt diese Wand nieder. Indem er uns an kundiger Hand hinaus in den erstarrten Wald führt, liefert er in seiner liebenswürdigen und stets instruktiven Weise den Beweis, daß es selbst dem Despotismus des Winters niemals gelingen kann, die nimmerruhende Flora ganz zu bändigen. Die Beschreibung der Pflanzen, welche im Winter fortleben, die mikroskopischen Schönheiten derselben, die reizenden Gebilde der Flechten, Moose, Pilze, das stille Leben der Blatt- und Blüthenknospen - das Alles weiß Roßmäßler auf eine so populäre und ansprechende Art vor unsern Blicken zu entfalten, daß man den Winter selbst draußen im Walde fast lieb gewinnen möchte. Das Büchlein ist wie ein Festgeschenk geschmackvoll ausgestattet und mit 150 erklärenden Abbildungen verziert.