Der Kranich (Fontane, 1905)

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Textdaten
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Autor: Theodor Fontane
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Titel: Der Kranich
Untertitel:
aus: Gedichte, Seite 10
Herausgeber:
Auflage: 10. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1905
Verlag: J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger
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Erscheinungsort: Stuttgart und Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
auch in der Erstausgabe (1851)
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[10]
Der Kranich.


Rauh ging der Wind, der Regen troff,
     Schon war ich naß und kalt;
Ich macht’ auf einem Bauerhof
     Im Schutz des Zaunes Halt.

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Mit abgestutzten Flügeln schritt

     Ein Kranich drin umher,
Nur seine Sehnsucht trug ihn mit
     Den Brüdern über’s Meer;

Mit seinen Brüdern, deren Zug

10
     Jetzt hoch in Lüften stockt,

Und deren Schrei auch ihn zum Flug
     In fernen Süden lockt.

Und sieh, er hat sich aufgerafft,
     Es gilt erneutes Glück;

15
Umsonst, der Schwinge fehlt die Kraft

     Und ach, er sinkt zurück.

Und Huhn und Hahn und Hühnchen auch
     Umgackern ihn voll Freud’; –
Das ist so alter Hühner-Brauch

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Bei eines Kranichs Leid.