Der Meister und seine Gesellen

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Textdaten
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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Der Meister und seine Gesellen
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen.
S. 63–64
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max & Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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Quelle: Commons, Google
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[63]
Der Meister und seine Gesellen.


     Frisch, Gesellen, frisch herbei!
     Neue Lieder, neue Klänge!
     Ei, ei, ei!
     Welche Menge, welch’ Gedränge

5
     Lustgeborener Gesänge

     Strömet zu dem Fest’ herbei!
     Wie die Lerchen frühlingsfrei
     Regen, schwingen sich die Geister:
     Frisch, Gesellen, daß dem Meister

10
     Heut zu Dank gesungen sei!

Seid willkommen, gute Geister,
Steht, Gesellen, steht dem Meister,
Geister, steht uns ferner bei!

     Frisch, Gesellen, frisch herbei!

15
     Meisterlieder müssen klingen,

     Ei, ei, ei!
     Wir ja wollen eben singen,
     Wollen fröhlich lassen klingen
     Lobgesang der Meisterei,

20
     Wie uns werth der Meister sei,

     Heute sich zur guten Stunde
     In Gesang und Klang bekunde,
     Meisterschaft steh hold uns bei!

[64]
Immer zu der guten Stunde
25
Sich der gute Geist bekunde,

Fruchtbar uns an Werken sei!

     Frisch, Gesellen, frisch herbei!
     Singet immer kühner, dreister!
     Ei, ei, ei!

30
     Ja, das kann wohl unser Meister,

     Er drum ferner unsrer Geister
     Unsrer Stimmen Hammer sei!
     Steh uns treu und redlich bei.
     Immer aufwärts, nimmer nieder

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     Uns zu freu’n am Land’ der Lieder,

     Wie die Lerchen frühlingsfrei.
Immer aufwärts, nimmer nieder
Euer Flug im Land’ der Lieder,
Treu der Geist dem Meister sei!