Der Nachtjäger (Erk)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Der Nachtjäger
Untertitel:
aus: Deutscher Liederhort, S. 24
Herausgeber: Ludwig Erk
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1856
Verlag: Th. Chr. Fr. Enslin
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Wikimedia Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Deutscher Liederhort (Erk) 024.jpg
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[24] ===
9a. Der Nachtjäger.
===


Mäßig geschwind. Aus Regensburg.
Noten


1.
Ich weiß ein Jäger, der bläst sein Horn

alleweil bei der Nacht;
er bläst das Wild wol aus dem Korn,
alleweil, alleweil aus dem Korn,
alleweil bei der Nacht.

2.
Wol aus dem Korn, wol in das Holz,

alleweil bei der Nacht;
da begegnet ihm eine Jungfrau stolz,
alleweil, alleweil Jungfrau stolz,
alleweil bei der Nacht.

3.
„Wo aus, wo ein, du wildes Thier?

alleweil bei der Nacht:
ich bin ein Jäger und fang dich schier,
alleweil, alleweil fang dich schier,
alleweil bei der Nacht.“

4.
‚‚‚Bist du ein Jäger, du fängst mich nicht,

alleweil bei der Nacht,
meine hohen Sprünge die kennst du nicht,
alleweil, alleweil kennst du nicht,
alleweil bei der Nacht.

5.
„Deine hohen Sprünge, die kenn ich wohl,

alleweil bei der Nacht;
ich weiß schon, wie ichs dir stellen soll,
alleweil, alleweil stellen soll,
alleweil bei der Nacht.“

6.
‚‚‚Stellst mirs zu hoch, so schlüpf ich durch,

alleweil bei der Nacht;
stellst mirs zu tief, so spring ich drübr,
alleweil, alleweil spring ich drübr,
alleweil bei der Nacht.‘‘‘

7.
Er warf ihr sNetz wol um den Fuß,

alleweil bei der Nacht,
und daß die Jungfrau fallen muß,
alleweil, alleweil fallen muß,
alleweil bei der Nacht.

8.
Er warf ihr sNetz wol um den Arm,

alleweil bei der Nacht;
da war sie gefangen, daß Gott erbarm!
alleweil, alleweil Gott erbarm!
alleweil bei der Nacht.

9.
Er warf ihr sNetz wol um den Leib,

alleweil bei der Nacht,
da ward sie des jungen Jägers Weib,
alleweil, alleweil Jägers Weib,
alleweil bei der Nacht.

(Vgl. L. v. Seckendorf’s Musenalm. 1808. S. 26.)