Der Ochsabua

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Textdaten
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Autor: Michel Buck
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Titel: Der Ochsabua
Untertitel:
aus: Bagenga’. Gedichte in oberschwäbischer Mundart. S. 83-84
Herausgeber: Friedrich Pressel
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum: bis 1888
Erscheinungsdatum: 1892
Verlag: Robert Lutz
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Erscheinungsort: Stuttgart
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Quelle: Google-USA* und Scans auf Commons
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[83]

Der Ochsabua.

S Hairle[1] gôht im Esch[2] spaziara,
Thuat sei’ Predig ei’studiara,
S Dächsle zottlat hinta drei’,
Guckt in älle Löcher nei’.

5
S Hairle thuat a Weile gruaba[3],

Stellt da kleina Ochsabuaba,
Sait: „jetz sag mer, Nepamuk:
Wiavel hüatescht huier Stuck?“

„Herr, des ka’ i Ui it saga,

10
S hôt bei miar noit sovel gschlaga,

Daß i sovel zälla könnt,
Doch mit Nama sind se gnennt:

[84] S Schnaikle[4] und der Steanagucker[5],
S Vihsier[6] und der Huffaschucker[7],

15
D Lad[8], der Horning[9], Mez und Moi,

Kohle[10], Laube[11], Strome[12], s Oi[13],

S Schlattauhr[14] und der Hälmlapicker,
S Glößaug[15] und der Stangaficker[16],
S Bläßle[17], s Steanle, s Trampeltiar[18],

20
S Oinhoan[19] und der Wuacharstiar[20].“


S Hairle fangt dô ana’ lacha:
„Wäger[21] jô, so muaß ma’s macha,
Wenn ma’ halt it häuher na’
Aß uff feinfe zälla ka’.“

25
S Hairle mit em schwaza Steacka

Wandlet wieder gegam Fleacka,
Kaihrt a weng im Hiascha ei’,
Trinkt a Schöpple rauta Wei’.



  1. Herrle, Pfarrherr.
  2. Flur.
  3. Ausruhen.
  4. Wählerisch im Fressen.
  5. Sterngucker.
  6. Mit abwärts gewandten Hörnern.
  7. Beim Gehen mit der Hüfte schuckend.
  8. Breitmaul.
  9. Februar.
  10. Schwarz.
  11. Laubmonat April.
  12. Gestreift.
  13. Mit eiförmiger Drüsengeschwulst am Hals.
  14. Mit abstehendem Ohr.
  15. Glozzaug.
  16. An den Stangen sich reibend.
  17. Mit weißer Stirne.
  18. Plump.
  19. Einhorn.
  20. Zuchtstier.
  21. Wahrlich.