aus Wikisource, der freien Quellensammlung
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| Autor: |
Christian Fürchtegott Gellert
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| Illustrator: |
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| Titel: |
Der Selbstmord
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| Untertitel: |
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| aus: |
Sämmtliche Schriften. 1. Theil: Fabeln und Erzählungen, Erstes Buch. S. 31
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| Herausgeber: |
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| Auflage: |
1. Auflage
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| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1769
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| Verlag: |
M. G. Weidmanns Erben und Reich und Caspar Fritsch
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| Drucker: |
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| Erscheinungsort: |
Leipzig
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| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Scans auf Commons
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| Kurzbeschreibung: |
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| Erstdruck 1746/48
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| Eintrag in der GND: {{{GND}}}
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| Bild
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| Bearbeitungsstand
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| fertig
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Der Selbstmord.
O Jüngling, lern aus der Geschichte,
Die dich vielleicht zu Thränen zwingt,
Was für bejammernswerthe Früchte
Die Liebe zu den Schönen bringt!
5
Ein Beyspiel wohlgezogner Jugend,
Des alten Vaters Trost und Stab,
Ein Jüngling, der durch frühe Tugend
Zur größten Hoffnung Anlaß gab;
Den zwang die Macht der schönen Triebe,
10
Climenen zärtlich nachzugehn;
Er seufzt, er bat um Gegenliebe;
Allein vergebens war sein Flehn.
Fußfällig klagt er ihr sein Leiden.
Umsonst! Climene heißt ihn fliehn.
15
Ja, schreyt er, ja, ich will dich meiden;
Ich will mich ewig dir entziehn.
Er reißt den Degen aus der Scheide,
Und – – o was kann verwegner seyn!
Kurz, er besieht die Spitz und Schneide,
20
Und steckt ihn langsam wieder ein.