Der Teufelsstein und der Teufelsgrund im Weißbachgrunde

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Der Teufelsstein und der Teufelsgrund im Weißbachgrunde
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 178
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Quelle: Google-USA* und Commons
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[178]
199) Der Teufelsstein und der Teufelsgrund im Weißbachgrunde.
Hofmann S. 437, 438.

Wenn man aus der Oberlausitz vom Oybin und der Lausche aus in den Weißbachgrund, der zum Theil böhmisches, zum Theil sächsisches Besitzthum ist, kommt, so erblickt man an dem sogenannten Neuweg eine hohe Felsenmasse, den sog. Teufelsstein, d. h. einen von der Natur abgerundeten großen Stein in Form eines Mühlsteins, auf welchem querüber noch ein mächtiger Hebebaum, der, weil er seit undenklichen Zeiten sich hier befindet, für versteinert gehalten wird, liegt. Da nun beide Gegenstände hierher nicht von menschlichen Händen gekommen sein können, so berichtet die Sage, ein Mühlbursche habe eines Tages diesen Stein seinem Meister entwendet und durch die Hilfe des Bösen ihn mittelst dieses Hebebaumes auf jenen Felsen gewälzt, um seinen Meister zu ärgern; er habe dann nach vollbrachter Arbeit den Hebebaum obenauf gelegt, sei aber mit dem Teufel in Streit gerathen und dieser habe ihn vom Felsen herabgestürzt.

Weiter in dem Grunde erblickt man auf böhmischer Seite die von Bäumen versteckte Teufelswand, durch welche der verborgene 50 Schritt lange und 15-20 Ellen hohe, ganz schmale Zaubergang führt. Hier soll sich einst ein von einem Jäger verfolgter Wildschütze unsichtbar gemacht haben und durch jenen Gang entkommen sein.