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Der alte Thurm in Tanneberg

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Der alte Thurm in Tanneberg
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 422–423
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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[422]
489) Der alte Thurm in Tanneberg.
Ziehnert Bd. III. S. 208.

Nahe bei den Rittergutsgebäuden des Dorfes Tanneberg bei Geyer steht ein uralter viereckiger Thurm. Seine starken Mauern sind noch jetzt an die 30 Ellen hoch und von einem Wassergraben umgeben. Viel erzählt man von ihm, aber [423] wenig Zusammenhängendes. In uralter Zeit soll einmal ein Graf, der Besitzer dieser Gegend, eine große Jagd gehalten und sich dabei verirrt haben, und mit seinem Rosse in einen Sumpf gesunken sein. Dem Tode nahe wäre er noch von den Jägern mit Mühe gerettet worden, und hätte zum Andenken den Thurm gebaut. Jetzt noch soll in dem Thurme der Geist eines der spätern Besitzer spuken, aber warum? weiß Niemand. Auch wollen alte Holzhacker und Bergleute den Baum wissen, wo die Seele dieses unglücklichen Spukers eingespundet sein soll. Es wäre sonst ein eiserner Reifen um den Baum gelegt gewesen, um die Seele recht fest zu halten, aber die Holzdiebe hätten zuletzt auch den Reifen gestohlen.