Der armen Kinder Dank

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Textdaten
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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Der armen Kinder Dank
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen,
S. 229–230
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max und Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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Quelle: Commons, Google
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Der armen Kinder Dank.


Wir Kinder sind nicht sehr besonnen,
Wir leben in den Tag hinein,
Und denken heut in Freud’ und Wonnen:
Es wird wohl morgen auch so sein.

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Bedenkt ihr heut uns mit Geschenken,

Da springen wir und jubeln sehr;
Doch an den guten Geber denken
Vielleicht schon morgen wir nicht mehr.

Wenn wir ihn irgendwo erblicken,

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Wohl nicken wir ihm hoffnungsvoll,

Daß bald er wieder uns was schicken,
Und unser freundlich denken soll.

Denn glaubt, wir tragen auch geduldig
Oft große Noth; ihr wißt es ja;

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Und wir doch sind daran unschuldig,

In Gottes Hand ja stehn wir da.

Und was die Menschen aus uns machen,
Sind wir, dieweil wir Kinder sind;
Doch Gott ist mächtig in den Schwachen,

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Das Himmelreich erwirbt ein Kind.


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Ihr werdet es durch uns erwerben,

Da ihr der Welt euch, die verarmt, –
Heil euch im Leben, – einst im Sterben!
Der Kleinen, die Gott liebt, erbarmt.