Deutscher Geist

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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Deutscher Geist
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen.
S. 8–9
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max & Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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[8]
Deutscher Geist.


Freunde, deutsch ist meine Seele,
Deutsch mein Wort und mein Gesang;
Aber deutsch auch meine Kehle,
Deutsch mein Faß und Becherklang.

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Nimmer undeutsch möcht’ ich werden,

Nie verleugnen deutschen Wein;
Land, wo Wein wächst, nennt auf Erden
Aber gern der Deutsche sein.

Oft wohl schlug mit den Franzosen

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Sich der deutsche Mann herum;

Er verschmäht der Ohnehosen
Jakobinermützenruhm.
Doch der größte deutsche Sänger
Sang schon, und wir stimmen ein:

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Fränk’sches Joch trug sich nicht länger,

Doch noch schmeckt uns fränk’scher Wein.

Span’scher Mantel, span’scher Kragen
Kommt dem Deutschen spanisch vor,
Und er denkt mit Unbehagen

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An der Stierhatz Matador;
[9]
Mag von spanischen Geschichten

Gern am liebsten ferne sein,
Doch verschmähet er mit nichten
Ächten, alten, span’schen Wein.

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Jagten einst auch deutsche Kaiser

Aus dem Lande den Magyar,
Dünkt der Deutsche sich auch weiser
Als ein un’grischer Husar:
Näscher aller guten Weine,

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Allen Menschen traut durch Wein,

Läßt Tokaier, Ruster seine
Herzensgute Freund’ er sein.

Und von unserm Grüneberger,
Bis zur guten Hoffnung Cap,

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Legt er allen Zwist und Ärger,

Schickt man guten Wein ihm, ab.
Mit dem Weine zieht die Geister
Er der Welt in’s Land herein;
Aller Geister Kellermeister

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Will und soll der Deutsche sein.