Die Dirne (Boldt)

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Textdaten
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Autor: Paul Boldt
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Titel: Die Dirne
Untertitel:
aus: Junge Pferde! Junge Pferde! S. 24
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1914
Verlag: Kurt Wolff Verlag
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Siehe auch Dirnenlieder
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               [24] DIE DIRNE

Die Zähne standen unbeteiligt, kühl
Gleich Fischen an den heißen Sommertagen.
Sie hatte sie in sein Gesicht geschlagen
Und trank es — trank — entschlossen dies Gefühl

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In sich zu halten, denn sie ward ein wenig

Wie früher Mädchen und erlitt Verführung;
Er aber spürte bloß Berührung,
Den Mund wie einen Muskel, mager, sehnig.

Und sollte glauben an ihr Offenbaren,

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Und sah, wie sie dann dastand — spiegelnackt —

Das Falsche, das Frisierte an den Haaren;

Und unwillig auf ihren schlechten Akt
Schlug er das Licht aus, legte sich zu ihr,
Mischend im Blut Entsetzen mit der Gier.